Unterkärnten trauert um Lehrerin: „Ihr plötzlicher Abschied macht uns tief betroffen“
In Unterkärnten herrscht große Trauer um eine langjährige Volksschullehrerin. Marianne Kaplaner hat ihre Augen am 11. August für immer geschlossen.
Unterkärnten trauert um eine Frau, die über Jahrzehnte das Leben vieler Menschen begleitet und mitgestaltet hat: Marianne Kaplaner ist verstorben. Als Volksschullehrerin, Sängerin und langjährige Vorsitzende der SPÖ-Frauen engagierte sie sich in vielen Bereichen für ihre Mitmenschen. Erst Ende Mai wurde ihr für ihr Wirken die Goldene Ehrennadel der Stadtgemeinde St. Andrä verliehen. „Unsagbar ist unsere Trauer, denn wir wissen und spüren, welche Lücke sie hinterlässt“, schreibt ihre Familie in der Parte.
Ihr Traumberuf wurde zur Lebensaufgabe
Geboren wurde Marianne Kaplaner am 29. August 1952 am Klopeiner See. Nach ihrer Matura im Jahr 1971 ließ sie sich zur Volksschullehrerin ausbilden und erfüllte sich damit ihren Berufswunsch. 1973 begann sie an der Volksschule St. Georgen zu unterrichten. In dieser Zeit lernte sie auch ihren späteren Ehemann Gerold kennen. 1976 heiratete das Paar, später kamen die gemeinsamen Töchter Karin und Birgit zur Welt. Ab 1981 unterrichtete Kaplaner an der Volksschule St. Andrä. Besonders setzte sie sich für Integration und Inklusion im Schulalltag ein und leistete dabei im Bezirk Wolfsberg Pionierarbeit. 2012 trat sie in den Ruhestand, blieb Bildungsthemen aber weiterhin verbunden.
Viel Herz für ihre Gemeinschaft
Doch Marianne Kaplaners Engagement endete nicht an der Schultür. Über viele Jahre war sie Vorsitzende der SPÖ-Frauen St. Andrä und engagierte sich insbesondere für Frauen und deren Bildung. Auch ihre Leidenschaft für die Musik blieb: Als Sängerin gehörte sie dem Chor der Dorfgemeinschaft St. Jakob an. „Sie war eine Frau, die nicht nur für etwas stand, sondern vor allem für die Menschen da war“, erinnert sich die SPÖ St. Andrä an ihre langjährige Wegbegleiterin und teilt mit der Welt, welche Qualitäten die Verstorbene besonders ausgezeichnet haben: „Überall dort, wo sie sich eingebracht hat, hinterließ sie ihre ganz persönliche Spur, durch ihre Herzlichkeit, ihre Hilfsbereitschaft und ihre besondere menschliche Art.“
Vor wenigen Monaten geehrt
Umso größer ist die Betroffenheit in St. Andrä, weil ein besonderer gemeinsamer Moment noch nicht lange zurückliegt. Am 27. Mai 2026 wurde Marianne Kaplaner die Goldene Ehrennadel der Stadtgemeinde verliehen – als Anerkennung für ihr langjähriges gesellschaftliches Engagement. Auch Bürgermeisterin Maria Knauder (SPÖ) zeigt sich tief betroffen: „Marianne war eine engagierte, herzliche und besondere Persönlichkeit.“ Die Erinnerung an sie und ihr Wirken werde bleiben.
Abschied in der Basilika Maria Loreto
Die Trauerfeier für Marianne Kaplaner findet heute, Dienstag, 18. August, um 19 Uhr in der Basilika Maria Loreto in St. Andrä statt. Bereits ab 17.30 Uhr besteht die Möglichkeit, persönlich Abschied zu nehmen. Familie, Freunde, ehemalige Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Wegbegleiter verlieren mit Marianne Kaplaner einen Menschen, der sich über viele Jahre für andere eingesetzt hat. Was bleibt, fasst ihre Familie mit einem Satz zusammen: „Ihr kostbarstes Vermächtnis ist die Spur, die ihre Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.“