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/ ©Naturschutzbund/Gerd Kupper
Bild auf 5min.at zeigt die schwarzbäuchige Tarantel.
Die Strahlende Tarantel wird in Kärnten immer öfter beobachtet.

Sichtungen häufen sich: Strahlende Tarantel in Kärnten auf dem Vormarsch

Das wärmere Klima begünstigt die Ausbreitung der Strahlenden Tarantel (Hogna radiata) in Kärnten. Die Fundmeldungen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(330 Wörter)
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„Nach der Roten Liste gefährdeter Tiere Kärntens wurde die Strahlende Tarantel erstmals 2001 am Kultererkogel in Kärnten nachgewiesen“, erklärt Laura Waldner, Abteilungsleiterin Zoologie im kärnten.museum. Inzwischen gibt es deutlich mehr Exemplare im südlichsten Bundesland Österreichs. „Sie profitiert von der Klimaerwärmung – und breitet sich zunehmend aus“, so die Expertin.

Funde vor allem in Unterkärnten

Speziell in Unterkärnten gibt es immer wieder Sichtungen der Spinnenart. „Laut dem Naturschutzbund gibt es aber auch einen Fund aus der Unterschütt“, hebt Waldner hervor. Optisch fällt die Strahlende Tarantel durch ihre beachtliche Größe und den braunen Vorderkörper auf, der von einem hellen Mittelstreifen sowie strahlenförmigen Seitenstreifen geprägt wird. Ein dunkler Herzfleck ziert die Oberseite des Hinterleibs, während die Unterseite des Bauches tiefschwarz gefärbt ist. Aufgrund dieses Erscheinungsbildes besteht eine hohe Verwechslungsgefahr mit anderen heimischen Wolfsspinnen sowie der weit verbreiteten Hauswinkelspinne.

Hast du eine Spinnenphobie?

Ja, vollkommen! Schon beim Anblick eines Fotos bekomme ich Panik.
Nur bei großen: Kleine Hausspinnen sind okay.
Eher Ekel als Angst: Ich mag sie nicht, bleibe aber ruhig und bringe sie raus.
Nein, gar nicht: Ich finde sie nützlich oder sie sind mir einfach völlig egal.
Ich bin mir unsicher: Es kommt bei mir ganz auf die Situation an.

Giftig, aber beißfaul

Die Tarantel verzichtet übrigens auf ein Spinnennetz und stellt ihren Beutetieren tagsüber am Boden nach. Wie die große Mehrheit ihrer Artgenossen ist auch sie giftig. „Giftig heißt aber nicht automatisch, dass sie auch für den Menschen giftig sind“, stellt Waldner fest. Tatsächlich würde ihr Biss sich eher wie ein Wespenstich anfühlen und lediglich eine leichte Rötung bzw. Schwellung hinterlassen. Zudem erklärt die Fachfrau: „Dass es zu einem Biss kommt ist sehr unwahrscheinlich, da Spinnen sehr ‚beißfaul‘ sind. Die Produktion von Gift verbraucht sehr viel Energie, daher gehen sie sparsam damit um.“

Fundmeldungen erbeten

Wer ein Tarantel-Exemplar im eigenen Zuhause entdeckt, sollte nicht in Panik geraten. Die Expertin rät dazu, die Spinne mithilfe eines Gefäßes einzufangen und draußen wieder auszusetzen. Wer das Tier in der Natur antrifft, lässt es am besten ungestört. Das kärnten.museum (Abteilung Zoologie) freut sich zudem über Fundmeldungen inklusive Foto, genauer Ortsangabe und Datum.

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