Frau (66) richtet Waffe auf Nachbarn: Cobra und SIG rücken aus
Eine 66-Jährige soll mit einer vermeintlichen Faustfeuerwaffe hantiert und diese auf zwei Personen gerichtet haben. Spezialkräfte rückten an. In der Wohnung machten sie schließlich einen Fund.
Ein beunruhigender Vorfall in Klagenfurt hat am Montagabend, dem 31. August, einen Einsatz von Spezialkräften ausgelöst. Gegen 18.40 Uhr soll eine 66-Jährige auf dem Balkon ihrer Wohnung mit einer augenscheinlichen Faustfeuerwaffe hantiert haben. Dabei blieb es laut Polizei nicht: Die Frau steht im Verdacht, die Waffe auf einen Mann und eine Frau auf einem benachbarten Balkon gerichtet zu haben.
Cobra und SIG hinzugezogen
Aufgrund der Situation wurden das Einsatzkommando Cobra und die Schnelle Interventionsgruppe (SIG) zum Einsatz hinzugezogen. Den SIG-Beamten gelang es schließlich, Kontakt mit der 66-Jährigen aufzunehmen. Sie konnten die Frau dazu bewegen, die Wohnungstür zu öffnen. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde die vermeintliche Faustfeuerwaffe sichergestellt. Dabei stellte sich heraus: Es handelte sich um eine Gasdruckpistole.
Gegen 66-Jährige bestand bereits Waffenverbot
Besonders brisant ist ein weiteres Detail: Gegen die Frau bestand laut Polizei bereits ein aufrechtes Waffenverbot. Zudem sei die 66-Jährige zum Zeitpunkt des Vorfalls schwer alkoholisiert gewesen. Die Hintergründe des Vorfalls sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Die 66-Jährige wird nun wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung sowie wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.