Berührende Geste am Geburtstag: Kärntnerin schenkt schwerkranker Frau Hoffnung
Vor fünf Jahren ließ sich Vanessa in Klein St. Paul registrieren. Nun spendete die Kärntnerin ausgerechnet an ihrem 27. Geburtstag Stammzellen für eine Frau in den USA – und schenkte ihr damit neue Hoffnung auf Leben.
Mit ihrer Registrierung bei einer Typisierungsaktion in Klein St. Paul vor rund fünf Jahren wollte Vanessa vor allem eines: die Chance nutzen, um irgendwann vielleicht ein Leben zu retten. Da die Wahrscheinlichkeit für einen passenden Treffer extrem gering ist, war die Überraschung umso größer, als sich die Organisation „Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich“ überraschend bei der Kärntnerin meldete. Vanessa kam tatsächlich als exakt passende Stammzellspenderin für eine schwerkranke Frau aus dem Nordosten der USA infrage.
Vorbereitungen und spürbare Nebenwirkungen
Nach einer unkomplizierten Voruntersuchung an der Universitätsklinik Graz begann die entscheidende Vorbereitungsphase. Um die Stammzellbildung im Körper gezielt anzuregen, musste Vanessa ein spezielles Medikament einnehmen. Die Tage kurz vor der Entnahme verlangten ihr einiges ab, doch ihr medizinisches Umfeld sowie ihr persönliches Netz gaben ihr Rückhalt: „Durch das Medikament zur Anregung der Stammzellbildung hatte ich deutlich spürbare Nebenwirkungen. Sie erinnerten mich jeden Tag daran, dass der große Tag näher rückte. Mein Partner hat mich in dieser Zeit unglaublich unterstützt, meine Familie und meine Freunde haben sehr mitgefiebert“, erinnert sich die Kärntnerin.
Ein Geburtstagsgeschenk der ganz besonderen Art
Ausgerechnet an ihrem 27. Geburtstag fand schließlich der Eingriff zur Stammzellentnahme statt. Statt einer gewöhnlichen Feier entschied sich die junge Frau bewusst für den Weg als Lebensretterin: „Einen Geburtstag verbringt man normalerweise mit Familie und einer Feier, ich durfte ihn stattdessen damit verbringen, einem fremden Menschen vielleicht die Chance auf ein neues Leben zu schenken. Das war ein sehr bewegender Gedanke, den ich niemals vergessen werde“, teilt sie weiter mit.
Große Dankbarkeit für den mutigen Einsatz
Trotz der körperlichen Strapazen und spürbaren Nebenwirkungen blickt die 27-Jährige stolz und ohne Zögern auf den Eingriff zurück. Für sie steht fest, dass sie sich jederzeit wieder für eine lebensrettende Stammzellspende entscheiden würde. Auch die Organisation „Geben für Leben“ betont die Bedeutung dieses außergewöhnlichen Einsatzes: Mit ihrer Registrierung hat Vanessa Jahre später ausgerechnet an ihrem eigenen Ehrentag einer Frau auf der anderen Seite des Atlantiks neue Lebenshoffnung geschenkt – ein unvergessliches Zeichen der Mitmenschlichkeit.