Militärhubschrauber über Kärnten sorgen für Aufregung: Was ist da los?
Was ist heute Abend über Kärnten los? Aus mehreren Bezirken melden uns Leser kreisende und landende Hubschrauber. Mancherorts sind gleich mehrere Maschinen unterwegs. Wir haben des Rätsels Lösung.
Mehrere Hubschrauber am Kärntner Abendhimmel sorgen derzeit für Aufregung. „Es sind gerade zwei Hubschrauber in St. Georgen im Lavanttal gelandet. Ich hab mir Sorgen gemacht, weil es in der Nähe einer Freundin war“, schreibt uns etwa eine Leserin am Dienstagabend. Ähnliche Nachrichten erreichen die Redaktion derzeit aus mehreren Teilen Kärntens. Aus St. Martin (Gemeinde St. Paul im Lavanttal) wurden ebenfalls gelandete Hubschrauber gemeldet. Ein Leser fragt nach drei kreisenden Maschinen im Bezirk Feldkirchen, eine weitere berichtet von gleich fünf Hubschraubern über Treffen. Eine andere hat die fünf Flugobjekte ebenfalls gesehen und teilt uns ihre Gefühle mit: „Es war sehr erschreckend. Man denkt da gleich an Krieg.“
Bundesheer klärt auf
Des Rätsels Lösung ist wenig dramatisch: Die Hubschrauber sind Teil einer derzeit laufenden Militärübung. „Es ist eine Übung des Österreichischen Bundesheeres. Wir üben, um unsere Einsatzaufgaben zu trainieren“, erklärt Oberstleutnant Christoph Hofmeister, Pressesprecher des Bundesheeres in Kärnten, auf Anfrage von 5 Minuten. Wo die Maschinen am Dienstagabend überall unterwegs sind, kann Hofmeister nicht klar eingrenzen. „Der Einsatzraum ist sehr groß, wo die Hubschrauber aktuell überall fliegen, kann ich deswegen nicht genau sagen“, so Hofmeister. Jedenfalls bestehe kein Grund zur Besorgnis.
1.600 Soldaten trainieren derzeit in Kärnten
Hinter den auffälligen Flugbewegungen steckt die Großübung „Jagdkampf 26“, die von 7. bis 18. September in Kärnten stattfindet. Rund 1.600 Soldaten nehmen daran teil. Es handelt sich um die Abschlussübung und Zielüberprüfung jener Grundwehrdiener, die im April 2026 zur 7. Jägerbrigade/Jagdkampf eingerückt sind. Dabei kommen nicht nur Hubschrauber zum Einsatz. Auch Gefechtsfahrzeuge, Drohnen, Boote und verschiedene Waffensysteme sind Teil der Übung.
Übung läuft teilweise bis zu 120 Stunden
Trainiert wird ein Szenario der militärischen Landesverteidigung. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel verschiedener Einheiten und Systeme – darunter Hubschrauber, Drohnen und elektronische Kampfführung. Auch die Belastbarkeit der Soldaten wird auf die Probe gestellt: Teile der Übung erstrecken sich laut Bundesheer über einen Zeitraum von bis zu 120 Stunden.