Kärntner Sicherheitsgipfel: Probealarm, Waldbrände und Dürreperiode
Beim regelmäßig stattfindenden Kärntner Sicherheitsgipfel stimmen sich Politik, Behörden, Fachabteilungen, Einsatzkräfte, Bundesheer, Organisationen und Fachleute eng zu Sicherheitsthemen ab. Heute tagte er wieder.
Heute tagte der Kärntner Sicherheitsgipfel unter Beteiligung von Landeshauptmann Daniel Fellner, LHStv. Martin Gruber und Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger. Vertreten wurde die Landesverwaltung durch Landesamtdirektor Dieter Platzer.
Extremismusprävention an Schulen und Behörden
Mandana Poureh von der Abteilung 3 (Sicherheit, Gemeinden und Wasserwirtschaft) sowie Gilbert Raffer vom Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung stellten die im September 2024 eingerichtete Koordinierungsstelle Extremismusprävention vor. „Es handelt sich dabei um eine wichtige Schnittstelle zwischen Bevölkerung und Polizei. Sie leistet Aufklärungsarbeit und hilft, Radikalisierungen frühzeitig zu erkennen“, betonte Landeshauptmann Daniel Fellner. Bislang wurden bereits über 70 Vorträge an Schulen, Behörden und Bezirkshauptmannschaften durchgeführt. Auch Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger hob den Nutzen hervor: „Hier wird eine wichtige Aufklärungsarbeit geleistet, die nicht nur der Radikalisierung entgegenwirkt, sondern auch Eltern für dieses Thema sensibilisiert.“ Die Koordinierungsstelle ist für die Bevölkerung unter 0664/80 536 33010 oder per E-Mail an extremismuspraevention@ktn.gv.at erreichbar.
Probealarm am 3. Oktober mit AT-Alert
Zudem informierte die Landesspitze über den anstehenden Zivilschutz-Probealarm: Dieser findet am Samstag, dem 3. Oktober, zwischen 12.00 und 12.45 Uhr statt. Neben den gewohnten Sirenen erfolgt die Alarmierung auch über das System AT-Alert – heuer erstmals zusätzlich in slowenischer Sprache. Für Anfragen aus der Bevölkerung schaltet das Land Kärnten an diesem Tag von 12.00 bis 13.00 Uhr ein Info-Telefon unter der Nummer 0536 57057. Weitere Themen der Sitzung waren die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei den Waldbränden in Kärnten und Friaul sowie die bevorstehende Landesintegrationsreferentenkonferenz am 22. und 23. Oktober in Klagenfurt.
Dürreperiode bedroht Lebensmittelversorgung
LHStv. Martin Gruber berichtete über die massiven Folgen des extrem trockenen Sommers auf die heimische Landwirtschaft: „Der heurige Sommer, der zu den niederschlagsärmsten in Europa seit Jahrzehnten zählte, hat uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die Sicherung der regionalen Lebensmittelversorgung ist.“ Hilfsmaßnahmen wie die Dürre- und Futtermittelhilfe seien entscheidend, um Notverkäufe beim Viehbestand zu verhindern und die Versorgung nachhaltig zu sichern.