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Das Bild auf 5min.at zeigt die Bildungsdirektion in Kärnten.
Wer die Bildungsdirektion Kärnten künftig leiten soll, soll sich noch im September entscheiden.

Kärntner Bildungsdirektion zum Schulstart ohne Leitung – jetzt ist Fellner am Zug

Am Montag beginnt für rund 67.400 Schülerinnen und Schüler in Kärnten das neue Schuljahr. Ausgerechnet an der Spitze der Bildungsdirektion ist zu diesem Zeitpunkt aber noch eine Stelle offen.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
3 Minuten Lesezeit(544 Wörter)
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Während sich Kärntens Schulen auf den Unterrichtsstart am 14. September vorbereiten, läuft im Hintergrund noch ein wichtiges Personalverfahren. Gesucht wird eine neue Leitung für die Bildungsdirektion Kärnten. Zehn Personen haben sich um den Posten beworben, darunter auch die bisherige Bildungsdirektorin Isabella Penz.

Gutachten zu Bewerbern liegt vor

Einen wichtigen Schritt weiter ist das Verfahren mittlerweile: Die zuständige Kommission hat die Bewerber bereits bei Hearings Mitte August unter die Lupe genommen. Nun liegt auch das umfangreiche Gutachten dazu vor, wie der ORF Kärnten berichtet. Eine Rangliste mit einem klaren Erstplatzierten gibt es darin jedoch nicht. Stattdessen wird beurteilt und begründet, inwieweit die einzelnen Kandidaten für die Leitung geeignet sind.

Gehen deine Kinder noch in die Schule?

Ja.
Nein, sind erwachsen.
Nein, sind zu klein.
Ich hätte gerne Kinder.
Ich habe keine Kinder.

Fellner am Zug

Jetzt ist Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) am Zug. Er will die Beurteilungen prüfen und anschließend Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) einen oder mehrere Kandidaten vorschlagen. Am Ende müssen sich Land und Bund auf eine Person verständigen. Die Entscheidung soll nach derzeitigem Plan noch im September fallen.

Isabella Penz will zurück an die Spitze

Ob Isabella Penz erneut an die Spitze der Bildungsdirektion zurückkehrt, ist damit weiterhin offen. Die bisherige Bildungsdirektorin gehört jedenfalls zu den Bewerbern und nahm ebenfalls am Hearing teil. Derzeit arbeitet Penz wieder in der Bildungsabteilung der Arbeiterkammer. Ob dieser Wechsel dauerhaft bleibt oder sie in die Bildungsdirektion zurückkehrt, hängt vom Ausgang des laufenden Besetzungsverfahrens ab.

Wer führt die Bildungsdirektion zum Schulstart?

Führungslos startet die Behörde trotz der offenen Personalfrage nicht ins neue Schuljahr. Bis zur endgültigen Entscheidung übernimmt Präsidialleiter Robert Derhaschnig die Amtsgeschäfte. Er ist selbst erst seit 1. Juli in der Bildungsdirektion tätig. Und er und seine Mitarbeiter haben zum Schulbeginn einiges zu tun: Rund 67.400 Schülerinnen und Schüler kehren am Montag in die Klassenzimmer zurück. Davon besuchen 42.069 eine allgemeinbildende Pflichtschule, weitere 25.366 eine weiterführende Bundesschule. Insgesamt gibt es in Kärnten 3.508 Klassen und rund 7.342 Pädagogen.

Neues Schuljahr bringt einige Änderungen

Auch inhaltlich startet Kärnten wie berichtet mit mehreren Neuerungen ins Schuljahr. Suspendierte Schüler sollen etwa künftig verpflichtend begleitet werden, unter anderem durch Schulsozialarbeit und Schulpsychologie. Für Jugendliche, die nach Ende der Schulpflicht vorzeitig aus der Schule ausscheiden, sind Perspektivengespräche vorgesehen. Mehr Freiheiten erhalten Schulen außerdem bei der Deutschförderung. An größeren Pflichtschulen soll ein neues „mittleres Management“ Lehrkräfte stärker in organisatorische Aufgaben einbinden und damit die Schulleitungen entlasten.

Köfer: „Entscheidend muss sein, wer was kann“

„Entscheidend muss sein, wer was kann und nicht wer wen kennt.“ So kommentiert Team-Kärnten-Chef Gerhard Köfer die aktuelle Debatte um die Besetzung der Bildungsdirektionsspitze. Wie Köfer unterstreicht, müsse die Zukunft des Bildungssystems und das Wohl der Schüler und Lehrer im Mittelpunkt stehen und nicht partei- und machtpolitische Überlegungen oder Gewerkschaftsinteressen. Zudem pocht er auf eine rasche Besetzung des Postens.

NEOS: „Kein Versorgungsposten für Parteifreunde“

Ins gleiche Horn stoßen auch die NEOS: „Kärntens Bildungsdirektion ist kein Versorgungsposten für Parteifreunde. Entscheiden müssen Kompetenz und Eignung. Nicht Parteibuch und Beziehungen. Kärntens Schülerinnen und Schüler verdienen die beste Person für diesen Job“, so NEOS-Bildungssprecherin Iris Glanzer.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 11.09.2026 um 15:57 Uhr aktualisiert
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