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/ ©Ralph Frank
Ein Bild auf 5min.at zeigt einen Wolf.
Der Verein ANCA.at fordert Transparenz in Bezug auf die Wolfspopulationen und -abschüsse in Kärnten.

44 getötete Wölfe in Kärnten lassen die Tierschützer aufheulen

Kein leichtes Leben für Wölfe in Kärnten: Während im Vorjahr noch mehrere Rudel in den Kärntner Bergen gemeldet wurden, ist heuer keines mehr da. „Die Jäger haben ganze Arbeit geleistet“, meint ein Tierschützer sarkastisch.

von Manfred Wrussnig Das Foto auf www.5min.at zeigt Manfred Wrussnig, ein erfahrener und langjähriger Journalist bei 5 Minuten.
2 Minuten Lesezeit(356 Wörter)
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Jetzt verlangt der Verein „Austria Nature Conservation Alliance“ (ANCA.at) vom Land Kärnten und der Abteilung des Jagdreferenten Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP) Aufklärung darüber. ANCA verlangt eine wissenschaftliche Gesamtbewertung und die Klärung, ob die Entnahmepraxis den Vorgaben der FFH-Richtlinie entspricht. Die Sprecherin des Vereines, Andrea Hagn, meint dazu in einer Aussendung:

Die Entwicklung der Wolfsvorkommen in Kärnten wirft aus Sicht von ANCA.at dringende Fragen auf. Während 2025 mehrere Rudel bestätigt wurden, fehlt nach den der Organisation vorliegenden Unterlagen bislang ein Reproduktionsnachweis für 2026. Gleichzeitig wurden allein bis zum 9. August dieses Jahres 14 Wölfe getötet.“

Tierschützer fordern Transparenz

ANCA.at fordert ein sofortiges Jagd- und Entnahmemoratorium bis zur wissenschaftlichen Klärung der Verträglichkeit weiterer Eingriffe. „Das Land muss offenlegen, mit welcher Intensität die bisherigen Rudelgebiete 2026 untersucht wurden und auf welcher Datengrundlage weitere Tötungen zugelassen werden. Fehlende Nachweise dürfen weder als Entwarnung noch als Beweis für das Verschwinden von Rudeln ausgegeben werden“, fordert Andrea Hagn.

Keine Spur von Wolfsrudeln

Das Land Kärnten ging Ende 2025 nach den von ANCA.at ausgewerteten Angaben von vier bis fünf Rudeln aus: Hochstadel, Wolayer, Lanzenpass, Koschuta und Poludnig Alpe von allen fehle in diesem Jahr jede Spur. 27 der bis jetzt getöteten Tiere waren männlich und 16 weiblich; bei einem Tier war das genetische Ergebnis zum Stichtag noch ausständig. 15 Wölfe wogen weniger als 30 Kilogramm. Das Gewicht allein erlaubt keine verlässliche Alterszuordnung.

Am meisten Tötungen in Hermagor

ANCA.at fordert eine Untersuchung der kumulativen Auswirkungen der Tötungen, insbesondere in den räumlichen Schwerpunkten. Von den 44 dokumentierten Entnahmen entfielen 24 auf Hermagor, neun auf Spittal an der Drau und acht auf Villach-Land. Allein 2025 erfolgten 13 der österreichweit 22 Managemententnahmen in Kärnten. Auch nach der unionsrechtlichen Verschiebung des Wolfs in Anhang V von streng geschützt auf geschützt darf nicht einfach abgeschossen werden. Der Europäische Gerichtshof hat dazu im Urteil C-436/22 vom 29. Juli 2024 klargestellt:

Eine Art darf daher nicht jagdlich genutzt und bejagt werden, wenn eine wirksame Überwachung ihres Erhaltungszustands nicht sichergestellt ist.“

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