Friesach hat erstmals eine Bürgermeisterin
Jetzt ist der Wechsel an der Spitze von Friesach vollzogen: Ursula Heitzer (SPÖ) wurde am Mittwoch vom Gemeinderat zur neuen Bürgermeisterin gewählt. Damit steht erstmals in der Geschichte der Stadt eine Frau an der Spitze.
Am 30. September wurde Ursula Heitzer (SPÖ) offiziell zur Bürgermeisterin von Friesach gewählt. Sie ist in der Friesacher Gemeindepolitik keine Unbekannte. Seit 2009 ist sie dort politisch tätig, zunächst als Gemeinderätin, später als Stadträtin und zuletzt als erste Vizebürgermeisterin. Nun übernimmt sie das Bürgermeisteramt.
„Der Mensch steht im Mittelpunkt“
Als Bürgermeisterin will Heitzer nach eigenen Angaben vor allem auf den direkten Austausch mit den Friesachern setzen. „Ich stehe für einen offenen und ehrlichen Austausch. Der Mensch steht im Mittelpunkt“, erklärt sie. Zu ihren Schwerpunkten zählt sie leistbaren Wohnraum, eine familienfreundliche Gemeinde und die geplante Pflegenahversorgung. Auch für einen Halbstundentakt bei der Zugverbindung nach Klagenfurt will sie sich einsetzen. Neben ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit ist Heitzer Betriebsratsvorsitzende im Krankenhaus des Deutschen Ordens in Friesach, Landesvorsitzende der Gewerkschaft vida Kärnten und Vizepräsidentin der Arbeiterkammer Kärnten.
Auch Vizebürgermeister neu gewählt
Mit dem Wechsel an der Spitze wurden im Gemeinderat weitere Funktionen neu besetzt. Stefan Pachler wurde zum ersten Vizebürgermeister gewählt, Lukas Kernmayer zum zweiten Vizebürgermeister. Irene Buggelsheim übernimmt ein Stadtratsmandat, Silvia Reibnegger zieht als Gemeinderätin ein. Für Friesach endet damit zugleich eine lange Ära: Josef Kronlechner war seit Oktober 2008 Bürgermeister und zog heuer im Juni einen Schlussstrich: Kärntner Langzeitbürgermeister zieht sich zurück.