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Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist ein Arzt mit einem Klemmbrett auf einem Tisch.
Die Ärztekammer hat bereits frühzeitig auf die demografische Entwicklung und den daraus resultierenden steigenden Bedarf an Ärzten hingewiesen.

Ärztekammer warnt: Kürzere Ausbildung löst Ärztemangel nicht

Kürzlich wurde die Dauer der Basisausbildung für angehende Mediziner von 9 auf 6 Monate reduziert. Die Ärztekammer warnt davor, dass der Fachärztemangel nicht durch die Absenkung von Ausbildungsstandards bekämpft werden darf.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(297 Wörter)
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Nach dem Studienabschluss müssen junge Ärzte in Kärnten teilweise monatelang auf ihre verpflichtende, sechsmonatige Basisausbildung in heimischen Spitälern warten – 5 Minuten berichtete. Die Ärztekammer warnt in diesem Zusammenhang jedoch eindringlich davor, den Lehrschlüssel aufzuweichen. „Statt nun den Ausbildungsschlüssel aufzuweichen, braucht es aus Sicht der Ärztekammer zusätzliche Ausbildungsplätze, eine ausreichende Finanzierung und attraktive Rahmenbedingungen für junge Ärztinnen und Ärzte“, erklärt Ärztekammer-Präsident Dr. Markus Opriessnig.

Mehr Ausbildungsplätze, nicht weniger Ausbildungsqualität

Kürzlich wurde die Dauer der Basisausbildung bundesweit bereits von neun auf sechs Monate reduziert. „Die Ärztekammer hat diese Verkürzung insbesondere im Hinblick auf die Ausbildungsqualität kritisch hinterfragt“, stellt Dr. Christopher Kalles-Lobenwein, Referent für Turnus, Ärzteausbildung, Lehrpraxis und KPJ klar. Auch der Obmann der Kurie der angestellten Ärzte, Dr. Maximilian Miksch, betont: „Der bestehende Fachärztemangel darf nicht dazu führen, dass wir bei der Qualität der Ausbildung Abstriche machen.“ Neben höheren Budgetmitteln und fairen Gehältern brauche es auch nachhaltige Verträge. Denn: Assistenzärzte erhalten in Kärnten derzeit vielfach lediglich Einjahresverträge, obwohl die Facharzt-Ausbildung rund sechs Jahre dauert. Dazu stellt die stellvertretende Kurienobfrau Dr. Kim Haas klar: „Eine sechsjährige Ausbildung lässt sich schwer mit jährlichen Vertragsverlängerungen vereinbaren.“ Seitens des Vorstandes wurde bereits der Wille bekundet, diese Praxis zu ändern.

Kritik kommt auch aus der Politik

FPÖ-Gesundheitssprecher Christoph Staudacher fordert indes eine Garantie für den Berufseinstieg im Land. „In Zeiten des Ärztemangels und mit Blick auf die bevorstehende Pensionierungswelle darf es nicht sein, dass junge Ärzte monatelang auf einen Ausbildungsplatz warten müssen“, so Staudacher. Die FPÖ brachte dazu einen Antrag im Kärntner Landtag ein, um die Abwanderung von Nachwuchskräften zu verhindern.

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