Mutiger Einsatz: Kärntner retteten vier Menschenleben
Drei Hundeführerinnen des Samariterbundes und zwei Polizisten wurden am Freitag von der Kärntner Landesregierung ausgezeichnet. Sie retteten einen verletzten Senioren sowie drei Kinder aus Lebensgefahr.
Eine lebensrettende Suchaktion gelang drei Frauen der Rettungshundestaffel des Samariterbundes Kärnten im August 2026. Nina Pokorny, Andrea Stückler und Claudia Tauchmann spürten gemeinsam mit ihren Hunden Lupi und Mila einen vermissten 73-jährigen Mann in Wolfsberg auf. Der demenzkranke Senioren war nach einem Sturz schwer verletzt; zudem stark dehydriert und orientierungslos. Er hatte bereits eine Nacht bei Wind und Gewitter im Freien verbracht. Eine weitere Nacht hätte der Mann nicht überlebt. Der Rettungserfolg zeugt von Hartnäckigkeit, Gespür und jahrelangem Training, das bedingungsloses Vertrauen zwischen Mensch und Tier voraussetzt.
Kinder drohten zu ertrinken
Ebenfalls Leben gerettet haben Abteilungsinspektor Klaus Aron und Gruppeninspektor Christian Lackner von der Polizeiinspektion Millstatt. Die Beamten waren im seepolizeilichen Bootsdienst auf dem Millstätter See unterwegs, als ein Unwetter ausbrach. Drei Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren fielen von ihren Stand-up-Paddles und drohten bei bis zu 80 Zentimeter hohen Wellen ohne Schwimmwesten zu ertrinken. Als ein 8-jähriges Mädchen unterzugehen drohte, sprang Aron trotz erheblicher Eigengefährdung in den stürmischen See. Alle drei Kinder konnten sicher geborgen werden.
Ehrenkreuz für Lebensrettung
Für ihren mutigen und entschlossenen Einsatz wurden die Helfer im Spiegelsaal geehrt. Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ), LHStv. Martin Gruber (ÖVP), die Landesrätinnen Beate Prettner und Marika Lagger-Pöllinger (beide SPÖ) sowie Landesamtsdirektor-Stellvertreter Markus Matschek überreichten das Kärntner Ehrenkreuz für Lebensrettung an Pokorny, Stückler, Aron und Lackner. Tauchmann erhielt inzwischen die Anstecknadel mit der Nummer 2 zum Kärntner Ehrenkreuz für Lebensrettung. Fellner betonte: „Wir zeichnen heute Menschen aus, die, ohne zu hinterfragen, was sie dafür bekommen, umgehend gehandelt haben, als ein Mitmensch in Not geraten ist und die damit dessen Leben gerettet haben.“