12-Millionen-Umbau: Startschuss für Wolfsbergs neuen Bildungscampus
An der Mittelschule Wolfsberg haben umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen begonnen, die parallel zum laufenden Unterricht durchgeführt werden.
Der offizielle Spatenstich erfolgte am Freitag im Beisein von Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ), Bürgermeister Alexander Radl (SPÖ) sowie weiteren Vertretern aus Politik und Bildungsverwaltung. Das 1951 eröffnete Schulgebäude wird für rund zwölf Millionen Euro umfassend modernisiert, wobei ein großer Teil der Mittel über den Kärntner Bildungsbaufonds gefördert wird. Eigentümer und Auftraggeber des Projekts ist der Schulgemeindeverband Wolfsberg.
Fertigstellung und Eröffnung in zwei Jahren
Mit der Einbindung der Schülerinnen und Schüler der geschlossenen Musikmittelschule, die nun den neu eingeführten Musikschwerpunkt besuchen, sowie den angrenzenden Volksschul- und Elementarbildungseinrichtungen entsteht am Standort ein moderner Bildungscampus im Zentrum der Bezirksstadt. Die Fertigstellung und Eröffnung sind in zwei Jahren geplant.
„Bleibt kritisch, bildet euch immer weiter“
Landeshauptmann Daniel Fellner betonte die Zukunftsrelevanz der Investition angesichts einer sich rasch verändernden Welt und hob die Bedeutung von Bildung hervor: „Wir brauchen eine Transformation von den rauchenden Schloten hin zu den rauchenden Köpfen.“ An die Kinder gerichtet appellierte er: „Bleibt kritisch, bildet euch immer weiter. Ihr habt große Chancen auf ein tolles, selbstbestimmtes Leben.“ Bürgermeister Alexander Radl unterstrich die steigende Qualität der Bildungslandschaft in Wolfsberg und sprach allen Beteiligten sowie dem Team um Direktorin Monika Brenner seinen Dank aus. Klaus Penz, Obmann des Schulgemeindeverbands, bezeichnete das Vorhaben als langfristige Lösung und begründete den Zusammenschluss der Standorte mit wirtschaftlicher Vernunft sowie der Entwicklung der Schülerzahlen. Bezirkshauptmann Georg Fejan hob das Mitwirken der regionalen Bürgermeister hervor, während Mittelschul-Direktorin Dagmar Kassl von einem neuen Kapitel in der Schulgeschichte sprach.
Gebäude aus den 1950er-Jahren
Architektonisch wird das ursprünglich geschlechtergetrennte Gebäude aus den 1950er-Jahren an heutige Anforderungen angepasst, wie Architektin Gisela Stramitzer erläuterte. Künftig markiert eine überdachte Terrasse den gemeinsamen Eingangsbereich. Das Raumkonzept sieht eine multifunktional nutzbare Aula, eine Mensa, eine Integrationsklasse, neue Lehrer- und Direktionsräume sowie verschiedene Aufenthalts- und Begegnungszonen vor. Ein neu eingebauter Aufzug gewährleistet die Barrierefreiheit, während im Untergeschoss eine Zentralgarderobe entsteht. Zudem werden die Elektroinstallationen und die Brandschutztechnik im gesamten Objekt vollständig saniert.