Kärnten dankt Helfern: 25 Einsatzkräfte mit Medaillen geehrt
Sichtbarer Dank des Landes Kärnten in Form von Katastropheneinsatzmedaillen wurde am Mittwoch 25 Männern der Freiwilligen Feuerwehren in Kärnten und der Wasserrettung zuteil.
„Katastropheneinsätze, die Menschen, Siedlungsraum, Infrastruktur, Hab und Gut, Wald und Tiere bedrohen, verlangen einerseits fundiertes Know-How und perfektes Zusammenspiel unter den Einsatzkräften. Andererseits verlangen sie Freiwilligkeit, Mut und bedingungslose Einsatzbereitschaft. Die Einsatzkräfte stehen Tag und Nacht, bei Wind und Wetter parat, lassen im wahrsten Sinne des Wortes alles liegen und stehen, wenn der Einsatzbefehl kommt. Ihre Familien, Geburtstagsfeiern, ein Weihnachtsfest – alle Termine, an denen die Familie zusammenkommt, sind geprägt vom freiwilligen Engagement einer Person. Wir können das Wort Danke gar nicht laut genug sagen und nicht groß genug schreiben. Daher gibt es die Katastropheneinsatzmedaillen. Sie sollen unsere Wertschätzung zeigen, unseren Dank sichtbar machen – auch für die Bevölkerung“, sagte Landeshauptmann Fellner.
Medaille hat auch zwei Seiten
Die Medaille habe auch zwei Seiten, die eine erinnere an die Leistung, die Einsätze der geehrten Person, die zweite Seite mache das DANKE des Landes sichtbar. „Bitte behaltet den Dank in euerer Erinnerung, die Hoffnung, die die Menschen mit eurem Erscheinen bei Katastrophen hegen, das Aufatmen, wenn die Bevölkerung in Krisensituationen das Blaulicht näherkommen sieht“, so Fellner.
Zusammenhalt und Ehrenamt: Starker Rückhalt für die Bevölkerung
Gruber bedankte sich ebenso für das Engagement der Feuerwehrkameraden und der Wasserrettung: „Wenn die Kärntner Bevölkerung Hilfe benötigt, sind es unsere Einsatzkräfte, die nicht zögern, sondern anpacken. Sie stellen sich der Gefahr, um Menschen in Not beizustehen und Schlimmeres zu verhindern. Dieser Mut und diese Einsatzbereitschaft verdienen unseren größten Respekt“, so Gruber. Er strich im Rahmen der Verleihung auch die Bedeutung des Ehrenamtes für Kärnten hervor. „Gerade beim Ehrenamt zeigt sich, wofür unsere Einsatzorganisationen stehen, nämlich für Zusammenhalt und Verantwortung füreinander. Diese Werte sind es, für die ihr täglich einsteht. Für euer Engagement und eure tatkräftige Hilfe im Notfall möchten wir euch im Namen des Landes ganz bewusst Danke sagen“, so der Landeshauptmann-Stellvertreter. Auch Gemeindereferentin LRin Marika Lagger-Pöllinger hielt fest: „Unsere Einsatzorganisationen stellen das ‚WIR‘ vor das ‚ICH‘ und leisten damit einen unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag – nicht nur für die Sicherheit, sondern auch für das Miteinander. Herzlichen Dank dafür!“
Großübung „Combined Success“ stellt den Ernstfall auf die Probe
Die Politik habe laut Fellner für die Rahmenbedingungen, die Infrastruktur und die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren zu sorgen. „Wir können für die größtmögliche Sicherheit unserer Einsatzkräfte sorgen, wir können die Gemeinden bei der Errichtung der entsprechenden Infrastruktur unterstützen und wir können dafür sorgen, dass die Einsatzkräfte und Behörden untereinander bestens vernetzt sind. So, wie wir es bei der größten Katastrophenschutzübung der Landesgeschichte tun werden: Vom 13. bis 15. November werden 2.500 Personen aus Behörden, Einsatzorganisationen, Bundesheer, Institutionen und Firmen drei Tage lang gemeinsam für den Ernstfall trainieren. Übungsannahme wird ein schweres Erdbeben sein – im Gedenken an das Beben vor 50 Jahren in Friaul-Julisch Venetien“, wies LH Fellner auf die bevorstehende Großübung „Combined Success“ hin.
Das bedeuten die Stufen der Kärntner Katastropheneinsatzmedaille
Die „neu gekürten“ Medaillenträger kommen aus den Bezirken St. Veit, Völkermarkt und Villach Stadt. Die Kärntner Katastropheneinsatzmedaille wird an Personen verliehen, die bei Naturkatastrophen und Großschadensereignissen durch ihren Einsatz Leben retten, Schäden begrenzen und die Gemeinschaft unterstützen. Vergeben wird sie in drei Stufen: in Gold für besondere Leistungen im Katastropheneinsatz, in Silber für mindestens fünf Katastropheneinsätze, in Bronze für mindestens drei Katastropheneinsätze. Als Einsatz gilt ein Großschadensereignis, bei dem zumindest der behördliche Bezirkskrisenstab einberufen wurde.
Die geehrten Einsatzkräfte im Überblick:
Kärntner Katastropheneinsatzmedaille in Silber
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- OBI Jörg Kapelarie, von der BFW Klinikum Klagenfurt
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- Einsatzstellenleiter Christian Hafner, von der Österr. Wasserrettung Kärnten
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- Regionseinsatzleiter Wolfram Krenn, von der Österr. Wasserrettung Kärnten
Kärntner Katastropheneinsatzmedaille in Bronze
- Thomas Scheuermann BSc, von der Österr. Wasserrettung Kärnten
- LM Stephan Lamereiner, von der FF Metnitz
- BI Patrick Taferner, von der FF Metnitz
Kärntner Katastropheneinsatzmedaille in Silber
- OLM Jürgen Ferstl, von der FF Griffen
- OBI Christian Poppe, von der FF Griffen
- HFM Sandro Poppe, von der FF Griffen
Kärntner Katastropheneinsatzmedaille in Bronze
- OBM Stefan Freitag, von der FF Griffen
- BM DI Daniel Gerold, von der FF Griffen
- LM Manuel Golob, von der FF Griffen
- HFM Mario Klucsarits, von der FF Griffen
- HLM Andreas Malinowski, von der FF Griffen
- FM Matteo Perchtold, von der FF Griffen
- HFM Markus Rader, von der FF Griffen
- HLM Michael Rapatz, von der FF Griffen
- HFM Marcel Seebacher, von der FF Griffen
- LM Roman Winkler, von der FF Griffen
Kärntner Katastropheneinsatzmedaille in Silber
- FM Daniel Urban, von der Stadtfeuerwehr Bleiburg
Kärntner Katastropheneinsatzmedaille in Bronze
- FM Ulrich Baumgartner MA, von der Stadtfeuerwehr Bleiburg
- FM Raphael Dobnigg, von der Stadtfeuerwehr Bleiburg
- HFM Jürgen Obertautsch, von der Stadtfeuerwehr Bleiburg
Kärntner Katastropheneinsatzmedaille in Silber
- BM Andre Luttersdorfer, von der FF Villach-Möltschach
Kärntner Katastropheneinsatzmedaille in Bronze
- HFM Raimund Tinkler, von der FF Villach-Möltschach