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Durch Humusaufbau sowie den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und mineralische Dünger verbessert der Biolandbau die Widerstandsfähigkeit der Böden.

Kärnten fördert Bio-Verpflegung und Bodenschutz in Großküchen

Das Land Kärnten und BIO AUSTRIA setzen auf mehr Bio-Lebensmittel in Großküchen und weniger Abfall.

von Nico Deutscher Das Bild zeigt das Profilbild von 5 Minuten-Redakteur Nico Deutscher.
2 Minuten Lesezeit(370 Wörter)
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In Kärnten setzen das Land und BIO AUSTRIA auf eine stärkere Einbindung biologischer Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung sowie die Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Angesichts von Trockenheit und Starkregen gewinnen fruchtbare und wasserspeichernde Böden für die Versorgung an Bedeutung. Umweltreferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger betont: „Gesunde Böden sind eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen. Sie ermöglichen die Produktion unserer Lebensmittel. Gerade angesichts von Trockenperioden und Starkregen wird es immer wichtiger, ihre Fruchtbarkeit und ihre Fähigkeit zur Wasserspeicherung langfristig zu erhalten. Gleichzeitig müssen wir sorgsam mit unseren Lebensmitteln umgehen und weniger davon wegwerfen. So leisten wir einen Beitrag – Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Kostenreduktion.“

„Mehr Bio, weniger Lebensmittelverschwendung“

Durch Humusaufbau sowie den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und mineralische Dünger verbessert der Biolandbau die Widerstandsfähigkeit der Böden. Veronika Gschöpf-Procházka, Bio-Beraterin bei BIO AUSTRIA Kärnten, argumentiert: „Wir entscheiden bei unserem Einkauf von Lebensmitteln mit, was mit unseren Böden passiert“. Großküchen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, wie Klaus Tschaitschmann, Obmann BIO AUSTRIA Kärnten, unterstreicht: „Wenn in Kärnten mehr als ein Viertel der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet wird, sollte sich Bio auch stärker auf unseren Tellern wiederfinden. Gerade öffentliche und große Küchen können hier viel bewegen: Mit mehr Bio, weniger Lebensmittelverschwendung und einem bewussten Einkauf stärken wir nicht nur unsere Umwelt, sondern auch jene Betriebe, die täglich hochwertige Lebensmittel erzeugen.“

„Es geht darum, gute Lösungen sichtbar zu machen…“

Projekte wie die „Küche der Zukunft Challenge“ begleiten Einrichtungen wie das Kolpinghaus Klagenfurt Ost bei der Umsetzung von mehr Bio-Angeboten und weniger Abfällen. Zudem machen Veranstaltungen wie die Verleihung des Bio Awards Kärnten am 16. Oktober und der Bio-Gastro-Praxistag am 11. November im Schloss Töscheldorf Praxisbeispiele sichtbar. Landesrätin Lagger-Pöllinger resümiert: „Es geht darum, gute Lösungen sichtbar zu machen und voneinander zu lernen. Wir haben in Kärnten bereits Betriebe und Einrichtungen, die zeigen, was möglich ist. Diese Erfahrungen wollen wir weitergeben und weitere Küchen ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen. Jeder Schritt, der Lebensmittelabfälle reduziert und unsere natürlichen Ressourcen schont, zählt.“

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