Würge-Attacke auf Busfahrer: „So etwas habe ich noch nie erlebt“
Ein 39-jähriger Buslenker und Familienvater wurde am vergangenen Samstag von drei Asylwerbern am Bahnhof in Weizelsdorf angegriffen und gewürgt. Im Gespräch mit 5 Minuten erzählt er: "Ich habe um mein Leben gekämpft!"
Bereits beim Einsteigen an der Haltestelle entlang der Görtschach Bundesstraße hätten sich die drei Jugendlichen auffällig verhalten. Der 39-Jährige übt bereits seit Jahren die Tätigkeit als Busfahrer aus. „Aber so etwas habe ich noch nie erlebt“, stellt Max* klar. „Sie sind mir sozusagen in die hintere Türe vom Bus gesprungen“, berichtet er im Gespräch mit 5 Minuten. „Als ich sie daraufhin zurechtgewiesen habe, kam es zu einer Diskussion. Mir wurde gesagt, ich soll aufpassen, was ich sage.“ Die restliche Fahrt sei dann ruhig verlaufen. Erst an der Endstation am Bahnhof in Weizelsdorf eskalierte die Situation. „Da habe ich schon gar nicht mehr damit gerechnet!“
„Habe um mein Leben gekämpft“
„Plötzlich kamen die drei auf mich zu und sind mir an die Gurgel gegangen. Einer hat sogar seinen Pullover ausgezogen, um mir zu zeigen, dass er weiter kämpfen möchte“, schildert Max. Er hatte Glück, denn in diesem Moment kam der Zug angerollt. „Mit diesem sind die drei dann geflüchtet.“ Der Busfahrer sei zu diesem Zeitpunkt komplett unter Schock gestanden. „Ich habe einfach nur gebrüllt, dass jemand die Polizei rufen soll.“ Diese ist in der Folge gekommen und hat seine Anzeige aufgenommen. Der Zug wurde gestoppt; die drei Tatverdächtigen geschnappt. Gegenüber 5 Minuten bestätigt die Polizei den Angriff auf den Busfahrer. „Es handelte sich um drei afghanische Jugendliche zwischen 16 und 17 Jahren.“
„Wer weiß, was beim nächsten Mal passiert“
„Man hat mir ein Foto der drei gezeigt. Ich musste dann bestätigen, ob es sich um die Angreifer handelt“, erzählt Max. Anschließend ließ er sich im Krankenhaus durchchecken. Doch bis auf ein paar rote Striemen blieb der Kärntner glücklicherweise unverletzt. Was jedoch bleibt, ist die Angst. Für Max steht fest: „Diese Busstrecke möchte ich nie mehr fahren. Wer weiß, was beim nächsten Mal passiert!“
Schutz der Fahrer
Auf Nachfrage von 5 Minuten beim Verkehrsverbund wird betont, dass es sonst keine Übergriffe solcher Art gibt und dies eine Ausnahme sei. Für den Schutz der Fahrer sorgt das Kassenpult mit zusätzlichem Plexiglas. Außerdem lässt sich die Türe nur von innen öffnen und geht nach rechts auf, dies stellt ebenfalls einen Schutz dar. „Der Bus der im Einsatz war, ist ein neuer IVECO der genau diese Abtrennung hat, es ist für niemanden nachvollziehbar wie der Vorfall geschehen konnte. Dies ist aktuell Gegenstand laufender Erhebungen“, heißt es weiter. Abschließend wird betont, dass künftig Sensibilitätsschulungen durchgeführt werden, damit so etwas nicht wieder vorkommt.
*Name wurde von der Redaktion geändert