Anrainer protestieren: Beliebter Rodelhügel soll Klimawald weichen
Der sogenannte "Moritzhügel" im Ebenthalerpark soll durch einen Mikroklimawald ersetzt werden. Anrainer steigen nun auf die Barrikaden. Sogar eine Online-Petition wurde ins Leben gerufen.
Im Sommer ein Abenteuerspielplatz, im Winter ein Rodelhang: Der sogenannte „Moritzhügel“ gilt seit Jahrzehnten als beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. Nun soll das Fleckchen im Ebenthalerpark einem sogenannten Mikroklimawald weichen. Das wird vonseiten der Stadt auch auf Nachfrage von 5 Minuten bestätigt. „Auf etwa 5.000 Quadratmetern entsteht ein neuer Landschaftsraum, der Naturschutz und Erholung harmonisch verbindet„, heißt es aus der Stadtgarten-Abteilung. Geplant sind ein bunter Mischwald, ein Strauchsaum aus heimischen Wildpflanzen sowie ein begehbarer Bereich mit Sitzgelegenheiten zum Spazieren, Verweilen und Naturgenießen.
Anrainer steigen auf die Barrikaden
Das geht vor allem Anrainern gegen den Strich. Sie setzen sich für den Erhalt des Rodelhügels ein. Sogar eine Online-Petition wurde ins Leben gerufen. Innerhalb von zehn Tagen wurden mehr als 300 Unterschriften gesammelt. „Es ist unverantwortlich, unserer Jugend solche wichtigen Orte zu nehmen, anstatt sie zu fördern und zu erhalten“, betont auch FSP-Gemeinderätin Lucia Kernle und fordert den zuständigen Referenten der Klagenfurter ÖVP auf, so rasch wie möglich einen Ersatzhügel im Moritzpark zu errichten. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag will sie einen entsprechenden Antrag einbringen. Eine 5-Minuten-Anfrage beim bislang zuständigen ÖVP-Stadtrat Max Habenicht blieb bis dato übrigens unbeantwortet.