
Neues Glashaus in Klagenfurt: Grünes Zuhause für 800 Pflanzenarten
Nach fünf Monaten Bauzeit wurde im Kärntner Botanikzentrum in Klagenfurt das neue Glashaus eröffnet. Auf 140 Quadratmetern wachsen künftig rund 800 Pflanzenarten.
Nach fünf Monaten Bauzeit wurde am Donnerstag (6. November) das neu errichtete Glashaus im Kärntner Botanikzentrum in Klagenfurt der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch wurde die Heizversorgung von Gas auf umweltfreundliche Fernwärme umgestellt. Bei der Wiedereröffnung dabei waren Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmannstellvertreterin Gaby Schaunig, kärnten.museum-Direktor Wolfgang Muchitsch, Roland K. Eberwein, Abteilungsleiter Botanik, und Reinhard Bachl vom Landesimmobilienmanagement
754.000 Euro für Um- und Neubau
Die Gesamtkosten für Gewächshaus und Fernwärmeanschluss beliefen sich auf etwa 754.000 Euro. Davon entfielen rund 616.000 Euro auf das Gewächshaus und etwa 138.000 Euro auf den Fernwärmeanschluss, wie das Land Kärnten informiert. „Der rapide voranschreitende Klimawandel bedroht uns Menschen genauso wie Tiere und Pflanzen. Umso wichtiger ist es, besonders die vom Aussterben bedrohten Pflanzen zu Forschungs- und Wissenschaftszwecken ebenso wie für nachkommende Generationen zu erhalten, das ist gelebte Enkelverantwortung“, begrüßt Landeshauptmann Peter Kaiser die getätigten Investitionen.
800 Pflanzenarten „wohnen“ im neuen Gewächshaus
Bei der Neukonzeption lag der Fokus nicht nur auf der optimalen Unterbringung der Pflanzensammlungen, sondern auch auf Energieeffizienz, Raumnutzung sowie der Gestaltung des Vorplatzes für eine Verbesserung des Bereiches zur Anzucht von Jungpflanzen. Rund 800 verschiedenen Pflanzenarten beherbergt das neue Glashaus auf einer Fläche von ca. 140 m², aufgeteilt in zwei Klimazonen. Die moderne Stahl-Glaskonstruktion mit energiesparender Isolierverglasung weist eine rund 21 m² große Dachfläche mit integrierten Photovoltaikmodulen auf.
Energieeffizienz im Fokus
Für die Durchführung des Bauvorhabens zeichnet das Landesimmobilienmanagement Kärnten verantwortlich. Dazu Reinhard Bachl: „Das neu errichtete Gewächshaus bietet den Mitarbeitern moderne Arbeitsbedingungen. Mit der Umstellung von Gas auf Fernwärme wurde ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet und die Energieeffizienz nachhaltig verbessert.“ Kürzlich wurde das Kärntner Botanik Zentrum für die wertvolle Arbeit rund um das Thema Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Wolfgang Muchitsch: „Kaum eine Tätigkeit ist
so nachhaltig, wie der Erhalt und die Sicherung der Vielfalt des Lebens. Unser Botanikzentrum ist ein einzigartiger Hort der Biodiversität inmitten von Klagenfurt.“
Herausfordernde Bauperiode
Über die großen Herausforderungen während der Bauperiode sprach Roland K. Eberwein, Leitung Abteilung Botanik und Kärntner Botanikzentrum: „Lebendsammlungen stellen besondere Herausforderungen an Rahmenbedingungen und Pflege. Nur kleine Abweichungen können zum völligen Verlust führen. Mit großem Engagement, Kreativität und umfassendem Fachwissen haben die Mitarbeiter diese Herausforderungen während der Bauphase umgesetzt.“ An der Umsetzung wirkten zahlreiche regionale Unternehmen mit, darunter die Kollitsch Bau GmbH, Rabensteiner GmbH, Feichter Installationen GmbH sowie Energie Klagenfurt.