Öffentliche Diskussion um das Moritzwäldchen in der Ebenthaler Siedlung
Moritzwäldchen: Stadtrat Geier informierte über das Projekt und die Sicherung von Grünflächen und Rodelmöglichkeiten in der Ebenthaler Siedlung.
Das Projekt „Moritzwäldchen“ sorgt in der Ebenthaler Siedlung in Klagenfurt weiterhin für Diskussionen. Die Ursprünge reichen bis ins Jahr 2022 zurück, als der Stadtsenat einen Maßnahmenbeschluss zur verstärkten Ausstattung städtischer Grünanlagen mit sogenannten Klimawäldchen fasste. Im April 2024 folgte darauf ein einstimmiger Beschluss zur Errichtung des Moritzwäldchens, der durch einen naturschutzrechtlichen Bescheid am 19. April 2024 bestätigt wurde. Auch der zuständige Ausschuss nahm das Projekt einstimmig zur Kenntnis. Für viele Anwohner entwickelte sich das Vorhaben zu einem emotionalen Thema, insbesondere im Hinblick auf den bestehenden „Rodelhügel“.
Bürgerinformation vor Ort
„Festzuhalten ist, dass hier die Kommunikation mit den Anrainern seitens der Politik nicht funktioniert hat und hier auch von vielen Fraktionen falsche Hoffnungen verbreitet wurden“, erklärte Stadtrat Julian Geier (ÖVP). Er lud am Montag zu einer Bürgerinformation direkt vor Ort ein, um gemeinsam mit Vertretern des Stadtgartenamtes Fragen zu klären und mögliche Lösungen zu erörtern.
Ersatzrodelhügel soll im Frühjahr folgen
Im Zuge der Umsetzung des Projekts wird auch der Flächenwidmungsplan angepasst. Für die Grünanlage Moritzgasse ist eine Umwidmung von mehr als 1,4 Hektar Bauland in Grünland vorgesehen. Damit soll die Anlage langfristig als öffentlicher Grünraum erhalten bleiben. „Diese Entscheidung ist heutzutage alles andere als selbstverständlich, denn vielerorts würde eine solche Fläche zu Bauland erklärt oder aus budgetären Gründen verkauft werden. Doch so bleiben in der Ebenthaler Siedlung Natur und Parkanlage langfristig erhalten“, so Geier. Geplant ist zudem die Errichtung eines Ersatzrodelhügels im Frühjahr 2026. Dieser soll Kindern auch künftig die Möglichkeit bieten, bei Schneefall in der Siedlung zu rodeln. Eine frühere Umsetzung sei laut Stadt aufgrund der Witterung und der notwendigen Begrünung des Hügels nicht sinnvoll. Der bestehende Spielplatz bleibe von den Maßnahmen unberührt.
Laut Geier lassen sich aus dem Projekt vier positive Effekte ableiten
- 1,4 Hektar gewidmetes Bauland werden in Grünland umgewidmet.
- Die positiven Effekte von Klimawäldchen sind wissenschaftlich belegt.
- Der bestehende Spielplatz bleibt erhalten.
- Ab 2026 wird wieder eine Möglichkeit zum Rodeln geschaffen.