Klagenfurter Handelsfirma muss sich sanieren
Wie der Kreditschutzverband von 1870 und der Alpenländische Kreditorenverband am heutigen Freitag, dem 28. November 2025, informieren, wurde über eine Handelsfirma aus Klagenfurt ein Sanierungsverfahren eröffnet.
Über das Vermögen von Christian Pacheco Melendez wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Klagenfurt eröffnet. Es sind laut KSV1870 und AKV 13 Gläubiger und fünf Dienstnehmer betroffen.
Abschluss eines Sanierungsplanes beabsichtigt
Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 65.000 Euro. Ein genauer Aktivstand liegt derzeit noch nicht vor. Laut Antrag ist die Betriebsfortführung sowie der Abschluss eines 20-prozentigen Sanierungsplanes beabsichtigt. Der Schuldner betreibt seit dem Jahr 2018 ein Einzelunternehmen, wobei er Kunsthandwerke und Textilien aus Peru verkauft, so der AKV. Weiters werden Waren an den Standorten St. Kanzian, EKZ-Südpark und Pörtschach am Wörthersee angeboten. Seit 2018 ist er auch als Marktfahrer bei den klassischen Märkten (St. Veiter Wiesenmarkt, Bleiburger Wiesenmarkt, Koloinimarkt, Ursulamarkt) sowie auf den Christkindlmärkten und diversen Wochenmärkten tätig. Im Unternehmen sind zurzeit bedingt durch die Christkindlmärkte neben dem Schuldner noch fünf Dienstnehmer angemeldet, heißt es weiter.
Insolvenzursachen
„Die Übernahme des Unternehmens erfolgte knapp nach der Corona Zeit, wodurch es zu massiven Umsatzeinbrüchen gekommen ist. Aufgrund der laufenden Betriebskosten konnte der Schuldner sich finanziell nicht mehr erholen“, berichtet der KSV1870. „Auch erholten sich die Umsätze in den Sommermonaten durch das Ausbleiben der Urlauber sehr langsam“, so der AKV. Die Unternehmensfortführung werde angestrebt. Ab sofort können Gläubigerforderungen bis zum 12. Jänner 2026 über den KSV1870 und über den AKV angemeldet werden. Zur Insolvenzverwalterin wurde Tanja Gewolf-Mulley bestellt.