Klagenfurter Budgetentwurf 2026 sieht Minus von 40 Millionen Euro vor
Die Finanzreferentin hat kürzlich einen Voranschlagsentwurf für das Klagenfurter Budget 2026 vorgelegt. In diesem ist ein Minus von rund 40 Millionen Euro vorgesehen.
Im Entwurf werden Aufwendungen von circa 450 Millionen Euro vorgesehen und Einnahmen von circa 410 Millionen Euro. Somit fehlen rund 40 Millionen Euro. Am 16. Dezember 2025 soll ein Budgetbeschluss im Gemeinderat erfolgen, dies sei aber fraglich. Die Zwölftel-Regelung könnte wieder in Kraft treten.
Sparkurs gestaltet sich als schwierig
Die Stadt muss sparen, ein Budgetbeschluss liegt noch in der Ferne. Bis Ende 2026 könnten Klagenfurts Schulden auf 180 Millionen Euro steigen, worin auch innere Darlehen enthalten seien, heißt es von Finanzreferntin Constanze Mochar (SPÖ) gegenüber dem ORF. Auch beim Personal gestalten sich Einsparungen als schwierig. So sagte Bürgermeister Christian Scheider (FSP), dass es nicht sicher sei, ob die geplante Vorgabe möglich sei. Doch die Verantwortung liege hier nicht nur bei ihm, heißt es weiter, denn auch die anderen Parteien würden dabei nicht einsparen wollen. Weiters betonte er auch positive Abschlüsse, wie beispielsweise das Hallenbad, sowie die Kläranlage.
„Licht am Ende des Tunnels“
Wie Mochar weiters gegenüber dem ORF anmerkt, wolle sie das Budget auf jeden Fall vorlegen: „Wir haben das große Glück, dass wir Rücklagen aus dem Gebührenhaushalt aufweisen können. Sollte der Rechnungsabschluss 2025 wesentlich besser ausfallen, sodass noch einmalig das Budget darstellbar ist mit internen Darlehen, dann sehe ich hier ein Licht am Ende des Tunnels.“
Kritik von den Grünen
„Mit dem Budgetentwurf für 2026 wird einmal mehr klar: SPÖ und FSP bekommen nicht einmal die Grundaufgaben der Stadt auf die Reihe“, kritisiert Stefan Samonig, Stadtparteiobmann der Grünen Klagenfurt. Statt die städtische Daseinsvorsorge zu sichern, versinke die Stadtregierung im Chaos: „Zig Millionen fließen ins Hallenbad und in den Flughafen, während Kultur, Vereine und Bildungseinrichtungen auf der Strecke bleiben und Abgaben sowie Mieten für Gemeindewohnungen immer teurer werden. Besonders alarmierend sei für ihn, dass trotz eines 40-Millionen-Budgetlochs kein Konzept für echten Sparkurs oder strukturelle Sanierung zu erkennen sei: „Das ist massives politisches Missmanagement. Während SPÖ und FSP darüber streiten, wer nicht sparen will, rutscht Klagenfurt direkt in die nächste Zwölftel-Regelung. Ein weiterer Bauchfleck mit Ansage.“
ÖVP-Geier: „Budgetentwurf wird genau zu prüfen sein“
ÖVP-Stadtrat Julian Geier kritisierte schon am gestrigen Dienstag, dem 2. Dezember 2025, in einer Aussendung, dass man die Informationen zum Budget bereits aus Medien entnehmen konnte, noch bevor die Unterlagen an Gemeinderäte und den Stadtsenat übermittelt wurden. „Transparenz und Kompetenz sind hier wohl wieder einmal auf der Strecke geblieben. Klagenfurt braucht endlich ein professionelles Finanzmanagement. Keine Ausreden, keine Realitätsverweigerung – sondern einen klaren Kurs raus aus der Krise“, sagt Geier. Für den Wirtschaftsstadtrat ist klar: Wer schon nicht einmal versteht, wie Kommunalsteuer entsteht, der kann auch kein Budget sanieren und verweist damit auf Mochars Aussagen. „Der brach liegende Konsolidierungspfad von SPÖ und FSP wird offensichtlich zum Rohrkrepierer“ betont er. Seiner Ansicht nach brauche es „endlich die, von der ÖVP seit Monaten, wenn nicht schon Jahren geforderte, kritische Hinterfragung des städtischen Leistungskataloges in Kombination mit einer überfälligen Richtungsänderung in der Stellenplanstrategie der Landeshauptstadt.“