Erneuter „Free Rojava“-Protestzug durch Klagenfurt geplant
Knapp 50 Personen nahmen am 20. Jänner an einer unangekündigten Demonstration in Klagenfurt teil. Am heutigen Mittwoch soll sich diese wiederholen. Beginn ist um 16 Uhr.
Bereits am vergangenen Dienstag, dem 20. Jänner 2026, zog unter dem Motto „Free Rojava“* ein Demonstrationszug vom Hauptbahnhof zum Neuen Platz in Klagenfurt. Nun soll die Kurdendemonstration unter dem Motto „Free Rojava“ erneut stattfinden – und zwar bereits am heutigen Mittwoch, dem 28. Jänner 2026. Das bestätigt dessen Organisator gegenüber 5 Minuten.
Protestzug startet um 16 Uhr
Um 16 Uhr versammeln sich die Aktivisten – welche sich „gegen Krieg und für ein selbst bestimmtes Leben in Frieden und Freiheit in Rojava“ einsetzen – am Hauptbahnhof Klagenfurt. Von dort ziehen sie in Richtung Neuer Platz, wo es gegen 17 Uhr eine Schlusskundgebung geben wird. Teilnehmen werden daran auch Olga Voglauer, Nationalratsabgeordnete und Landessprecherin der Grünen Kärnten, sowie Vertreter der SPÖ Kärnten.
Klarstellung zu umstrittenen Reaktionen geplant
Abschließend wird betont: „Im Zusammenhang mit unserer letzten Demonstration gab es zahlreiche kritische Reaktionen in sozialen Medien. Diese Rückmeldungen nehmen wir ernst und können sie zum Teil nachvollziehen. Auch dazu werden wir heute im Rahmen der Kundgebung eine Erklärung und Einordnung geben.“ Diesmal wurde die Versammlung übrigens angemeldet.
Was bedeutet „Free Rojava“?
Die Parole „Free Rojava“ bezieht sich auf Rojava, eine mehrheitlich kurdisch geprägte Region im Norden Syriens, in der sich seit dem Bürgerkrieg ab 2012 eine faktisch autonome Selbstverwaltung entwickelt hat. Ihre bewaffneten Kräfte verteidigten das Gebiet gegen Gegner wie den IS und andere Konfliktparteien. Viele Kurdinnen und Kurden sehen Rojava als ein politisches Modell, das auf Basisdemokratie, Gleichberechtigung von Frauen und ethnisch-religiöser Vielfalt beruht und sich bewusst von autoritären Staatsformen absetzt. Mit dem Ruf „Free Rojava“ drücken Demonstrierende Solidarität mit dieser Selbstverwaltung aus. Mitte Jänner kam es dort nämlich zu einem Umbruch und es kam faktisch zum Ende der autonomen Region Rojava, nachdem die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (bekannt unter dem Namen „Rojava“) einer Integration in die syrische Armee und Regierung zugestimmt hatten.