Alpe-Adria-Sportbad wird neue Heimat des Kärntner Olympiazentrums
Mit der Fertigstellung des neuen Alpe-Adria-Sportbades in Klagenfurt soll auch das Olympiazentrum Kärnten dorthin übersiedeln. Das gaben Landeshauptmann Peter Kaiser und Landessportdirektor Arno Arthofer am Mittwoch bekannt.
Am 12. Oktober 2025 erfolgte der offizielle Spatenstich für das Klagenfurter Hallenbad. Bis 2028 soll es zwischen dem Wörthersee-Stadion und der Lepold-Wagner-Arena erbaut werden. nach der Fertigstelltung wird auch das Olympiazentrum Kärnten dahin übersiedeln. „Der Umzug garantiert langfristige Betriebssicherheit, bessere Energieeffizienz und planbare Kosten. Darüber hinaus stärkt der neue Standort die Attraktivität des Olympiazentrums für nationale und internationale Trainingscamps, Kooperationen und Veranstaltungen“, erläutert Landessportdirektor Arno Arthofer am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz.
Alles unter einem Dach
Das neue Sportbad bietet eine zeitgemäße, leistungsorientierte Infrastruktur, die den gestiegenen Anforderungen im Hochleistungs- und Nachwuchssport gerecht wird. Kurze Wege zwischen Trainingsstätten, Wasserflächen, Therapie-, Regenerations- und Diagnostikbereichen ermöglichen effizientere Abläufe und eine deutlich bessere tägliche Betreuung der Athleten. Erstmals werden Training, Regeneration, sportmedizinische Betreuung und Verwaltung in unmittelbarer räumlicher Nähe gebündelt. Besonders hervorzuheben sind laut Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) die Vorteile für die Sportler selbst: moderne Kraft- und Bewegungsräume, optimale hygienische und sicherheitstechnische Standards sowie erweiterte Trainingsmöglichkeiten im Wasser – etwa für Rehabilitation, Prävention und ergänzende Trainingsformen.
Umzug bringt Mehrkosten
Die im Zuge des Umzugs entstehenden Miet-Mehrkosten von rund 3.700 Euro im Monat seien angesichts der umfassenden Vorteile gerechtfertigt: „Diese Mehrkosten sind eine Investition in sportliche Erfolge, in die Zukunft des Olympiazentrums Kärnten und letztlich in den Mehrwert für die gesamte Bevölkerung“, verdeutlicht Arthofer. Im Sportpark schlug der in Kürze auslaufende und neu zu verhandelnde Mietvertrag rund 140.000 Euro zu Buche. Hinzu kamen rund 68.0000 Euro für verbrauchsabhängige Kosten, wie Strom, Wärme oder Reinigung. Im neuen Hallenbad beträgt die Miete für 1.100 Quadratmeter Nutzfläche rund 205.000 Euro. Dafür fallen jährlich „nur“ verbrauchsabhängige Kosten von rund 47.000 Euro an.
Olympiazentrum bereitet sich auf Neuzertifizierung vor
Ein weiterer zentraler Aspekt sei die bevorstehende Rezertifizierung des Olympiazentrums Kärnten. „Mit dem Einzug in die neuen Räumlichkeiten wird eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Neuzertifizierung ab 2028 geschaffen […]“, so Arthofer abschließend.
Kritik von den GRÜNEN
Für Stefan Samonig, Stadtparteiobmann der Grünen Klagenfurt, wird mit dem angekündigten Umzug eines klar. „Dieses Bad wird für Olympia-Athletinnen und Athleten gebaut, nicht für Familien!“ Er fragt sich: „Wo liegt hier eigentlich der Fokus? Klagenfurt spart an allen Ecken, aber für eine Sportspange und ein Luxushallenbad samt Olympiazentrum wird tief in die Tasche gegriffen. Dieses Geld fehlt der Kultur, den Schulen und der Daseinsvorsorge in Klagenfurt.“ Samonig fordert: „Die Stadt muss in Angebote investieren, die allen zugutekommen! Ein modernes, erschwingliches Familienbad, gut erreichbar, würde der ganzen Stadt mehr nutzen als ein teures Prestigeprojekt, das auf die Bedürfnisse von Spitzenathletinnen und Spitzenathleten ausgerichtet ist.“