Parken wird für Studierende teurer: „Uns ärgert das schon ordentlich“
Parken wird zum Uni-Problem: Klagenfurt weitet die Gebührenzone aus – über 300 Stellplätze sollen kostenpflichtig werden, zum Ärger der Studierenden.
Klagenfurt baut die gebührenpflichtigen Parkzonen weiter aus. Nach der Ostbucht soll noch heuer auch das Universitätsviertel folgen. Geplant sind Gebühren in der Universitätsstraße sowie in Teilen der Neckheimgasse und des Nautiluswegs. Betroffen wären laut Medienberichten über 300 Parkplätze in der Stadt. Während die Maßnahme Teil der städtischen Parkraumbewirtschaftung ist, sorgt sie vor allem an der Universität Klagenfurt für Unmut.
„Uns ärgert das schon ordentlich“
Insbesondere Studierende mit unregelmäßiger Anwesenheit sehen sich benachteiligt. Viele sind nur blockweise oder an wenigen Tagen im Monat vor Ort – eine semesterweise Parkkarte „rechnet sich für uns kaum“, so eine Studentin im Schreiben an die Redaktion. Die bislang kostenlosen Stellplätze wurden daher als wichtige Alternative genutzt. Gegenüber 5 Minuten äußerte eine weitere Studentin ihren Ärger: „Uns ärgert das schon ordentlich, viele von uns haben Blockunterricht und sind nur wenige Tage im Monat vor Ort. Ich hab zum Beispiel teilweise eine Woche im Monat Uni, dafür aber drei tage durch, den ganzen Tag. Dafür will ich halt auch nicht eine Semesterkarte dann kaufen, das ist mir zu teuer.“
Stadt verweist auf Öffis und Campus-Parkplätze
Die zuständige Stadträtin Constance Mochar (SPÖ) sieht die Stadt dennoch gut aufgestellt. Auf die Anfrage von 5 Minuten nach besonderen Überlegungen für Studierende erklärt sie: „Für Studierende stehen am Universitätsgelände eigene kostengünstige Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Stadt seit Jahren gezielt auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie auf eine gute Anbindung der Universität. Auch die Radinfrastruktur und Radwegenetzanbindung wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert und weiter ausgebaut, um attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr zu schaffen.“ Auch spezielle Ausnahmen für Studierende mit unregelmäßiger Anwesenheit sind aktuell nicht geplant: “ Auch gibt es attraktive Angebote zur Nutzung des ÖPNV (Monatskarte etc.). Dies ist auch das Ziel der Stadt und zwar den Menschen den Umstieg von Auto auf Bus, Bahn oder Rad grundsätzlich zu erleichtern.“ Wann die Gebühren im Universitätsviertel tatsächlich eingeführt werden, bleibt offen: „Ein konkreter Zeitpunkt für die Einführung der Gebühren im Universitätsviertel kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden. Die weiteren Schritte befinden sich aktuell in Abstimmung, über konkrete Termine wird rechtzeitig informiert“, so Mochar abschließend.