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Ein Bild auf 5min.at zeigt eine Patientin, die in einen Spiegel lächelt. Neben ihr sitzt eine Ärztin.
In der Faszialisambulanz im Klinikum Klagenfurt verhilft ein interdisziplinäres Team Menschen mit Gesichtslähmung zurück zu mehr Lebensqualität.

„Ich möchte mein Enkelkind wieder anlächeln können“

Im Rahmen der internationalen „Facial Palsy Awareness Week“ von 1. bis 7. März rückt die KABEG die periphere Fazialisparese – eine Form der Gesichtslähmung – in den Fokus der Öffentlichkeit.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(317 Wörter)

Ich möchte mein Enkelkind wieder anlächeln können.“ – Etwa 7 bis 40 von 100.000 Personen sind jedes Jahr von einer peripheren Fazialisparese betroffen. Diese Form der Gesichtslähmung kommt meist unerwartet und verändert das Leben der Betroffenen oft schlagartig. Immerhin geht sie mit einem massiven Einschnitt in Alltag, Kommunikation und Selbstbild einher. Dazu zählen Schwierigkeiten beim Sprechen, Essen und Trinken. Typische Symptome sind dabei eine deutliche Asymmetrie des Gesichts mit herabhängendem Mundwinkel und abgesenkter Augenbraue, ein unvollständiger Lidschluss, die Unfähigkeit zu lächeln oder Emotionen nonverbal auszudrücken.

Hilfe für Patienten mit Gesichtslähmung in Kärnten

Logopädin Christina Repitsch gehört zum Team der Faszialisambulanz im Klinikum Klagenfurt. Dort arbeiten Spezialisten aus der Plastischen Chirurgie, Neurochirurgie und Logopädie eng zusammen, um Betroffene bestmöglich zu behandeln. Bei Bedarf werden auch andere Fachbereiche, etwa die HNO oder Augenheilkunde, eingebunden. „Heuer feiern wir sogar ein Jubiläum, denn die Ambulanz gibt es seit mittlerweile zehn Jahren“, erzählt Repitsch.

Ein Bild auf 5min.at zeigt das Team der Faszialisambulanz im Klinikum Klagenfurt.
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Das Team der Faszialisambulanz: Matthias Rab, Maximilian Neuwirth, Eveline Schwarz, Christina Repitsch und Thomas Kretschmer (v.l.)

Langzeitbetreuung 

Die Patienten werden individuell betreut. Repitsch ist als Logopädin dabei ein wichtiges Bindeglied zwischen Betroffenen und Medizinern. „Wir betreuen die Patienten logopädisch zwischen ein und drei Jahren. Meine Aufgabe als Expertin für Gesichtslähmung ist es, nicht nur die prä- und postoperativen Therapien durchzuführen, sondern die Patienten auf deren Weg zu begleiten und schnell weitere Behandlungsschritte einzuleiten“, so Repitsch.

Mediziner stellen Lächeln wieder her

Zunächst hat der Schutz des Auges oberste Priorität. Zur Verbesserung des Lidschlusses können beispielsweise Titanimplantate in das Oberlid eingesetzt werden. Darüber hinaus führen die Spezialisten der Plastischen Chirurgie differenzierte operative Eingriffe durch, die sowohl die Gesichtssymmetrie verbessern als auch – etwa durch Muskel- oder Nerventransplantationen – eine funktionelle Rehabilitation ermöglichen. Ziel ist es, mimische Funktionen wiederherzustellen und Patienten ein aktives Lächeln zurückzugeben.

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