Forderung: „Magistratstankstelle in Klagenfurt soll wieder öffnen“
Der Konflikt im Nahen Osten lässt auch in Kärnten die Spritpreise in die Höhe schnellen. Aufgrund dessen fordert Vizebürgermeister Patrick Jonke (FSP) die sofortige Wiedereröffnung der Magistratstankstelle in Klagenfurt.
„Die aktuelle Situation, insbesondere der Krieg im Iran, zeigt deutlich, wie rasch sich die Preise für Diesel und Benzin über Nacht verändern können. Die Preisexplosion an den Tankstellen ist eine enorme Belastung für die Menschen in unserer Stadt. Nach den bereits gestiegenen Kosten für Lebensmittel und Energie dürfen wir nicht zulassen, dass die nächste finanzielle Belastung auf dem Rücken der Klagenfurter Bevölkerung ausgetragen wird“, betont Vizebürgermeister Patrick Jonke (FSP) am Mittwoch. Er fordert daher die sofortige Wiedereröffnung der Magistratstankstelle in der Kirchengasse.
Ruf nach Neustart wird laut
Ein aktueller Preisvergleich vom 4. März macht die Dringlichkeit deutlich. Während bei der vom Magistrat Villach betriebenen Stadttankstelle ein Liter Diesel und Benzin nur 1,649 Euro kostete, zahlt man an anderen Tankstellen in Klagenfurt beispielsweise bis zu 1,759 Euro pro Liter Diesel. Die Wiedereinführung der Magistratstankstelle müsse daher so schnell wie möglich erfolgen, so Jonke. Bekanntlich schloss diese im Oktober 2023 für die Öffentlichkeit. Als Grund wurden damals nötige Investitionskosten in Millionenhöhe und eine abgelaufenen Betriebsstättengenehmigung angeführt.
SPÖ: „An Populismus kaum zu überbieten“
Mit scharfer Kritik reagiert Gemeinderätin Ines Domenig (SPÖ) auf die Forderung von Jonke. „Die Forderung nach einer Wiedereröffnung ist an Populismus kaum zu überbieten. Wer in der aktuellen Lage, in der wir jeden Euro dreimal umdrehen müssen, die Reaktivierung einer maroden Tankstelle fordert, handelt grob fahrlässig gegenüber den Klagenfurter Steuerzahlern“, stellt Domenig klar. Die Schließung im Jahr 2023 sei keine politische Willkür gewesen, so Domenig, sondern eine zwingende wirtschaftliche Notwendigkeit. Allein die Schätzungen für die unumgängliche Sanierung der Tanks und Leitungen bewegen sich zwischen 800.000 Euro und 1,5 Millionen Euro. Die Klubobmann-Stellvertreterin fordert den Vizebürgermeister auf, sich wieder auf die reale Arbeitsebene zu begeben: „Statt Luftschlösser in der Kirchengasse zu bauen, sollte sich Patrick Jonke endlich konstruktiv an den schwierigen Budgetgesprächen beteiligen. […]“