Gewerkschaft trauert um langjährigen Landessekretär
Die GPA Kärnten nimmt Abschied von Alfred Wurzer. Der langjährige Landessekretär der Gewerkschaft verstarb am Sonntag, dem 8. März 2026, im Alter von 72 Jahren.
Alfred Wurzer prägte über viele Jahre als Landessekretär die Arbeit der GPA in Kärnten. „Sein Wirken war stets von einem starken Sinn für soziale Gerechtigkeit getragen. Für ihn stand der Mensch im Mittelpunkt – mit seinen Sorgen, Hoffnungen und seinem Recht auf faire Arbeits- und Lebensbedingungen“, erinnert GPA-Vorsitzender Gerald Loidl.
Ein Leben für die Gewerkschaft
Nach seiner Lehre zum Installateur wurde Wurzer im Jahr 1973 Jugendsekretär des ÖGB Kärnten. 1982 begann er seine Tätigkeit als Regionalsekretär in der Gewerkschaft der Privatangestellten. 1989 wurde Wurzer zum Landessekretär der GPA Kärnten bestellt. Diese Tätigkeit übte er bis 1994 aus. Bis zu seinem Ableben stand er im engen Austausch mit der Gewerkschaft. „Mit Alfred Wurzer verlässt uns ein engagierter Gewerkschafter, der mit Empathie, Menschlichkeit und aufrichtiger Freundlichkeit auf andere zuging. Sein Wirken und seine Haltung werden uns weiterhin Vorbild sein. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden“, so Loidl abschließend. Wurzer hatte auch einen sozialen letzten Wunsch: Anstelle von Blumen- oder Kranzspenden erbat er eine Unterstützung für die Österreichische Vereinigung der Morbus Bechterew Erkrankten.
Wurzer war ein Vierteljahrhundert an der Spitze der Kärntner Gebietskrankenkasse
Alfred Wurzer prägte über ein Vierteljahrhundert hinweg maßgeblich die Kärntner Sozial- und Gesundheitslandschaft. Sein beruflicher Werdegang war dabei von einer beeindruckenden Aufstiegsgeschichte gekennzeichnet: Vom Gewerbelehrling arbeitete er sich zum Gewerkschaftssekretär hoch, absolvierte ein Studium der Betriebspädagogik an der Universität Klagenfurt und übernahm schließlich die Führung der Kärntner Gebietskrankenkasse (GKK). Nachdem er dort zunächst zwei Jahre als Obmann tätig war, leitete er die Geschicke der Kasse von 1995 bis 2010 als leitender Angestellter. Bereits damals bewies er Weitblick in der Gesundheitsplanung, indem er eindringlich forderte, das regionale „Kirchturmdenken“ im Spitalswesen zugunsten einer effizienteren Versorgung zu überwinden.