„Kommt der 3. Weltkrieg?“ Schüler diskutieren mit Kaiser
Kriege, EU und die Zukunft Europas: Rund 100 Klagenfurter Oberstufenschüler diskutierten im Spiegelsaal der Landesregierung mit Landeshauptmann Peter Kaiser über weltpolitische Themen.
Rund 100 Oberstufenschülerinnen und -schüler aus dem Europagymnasium, der HAK 1 und dem Slowenischen Gymnasium diskutierten am Montag (16. März) im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung in Klagenfurt mit Landeshauptmann Peter Kaiser über aktuelle europapolitische Fragen und globale Krisen.
Fragen zu Krieg, EU und Zukunft
Im Rahmen der Diskussionsrunde, die gemeinsam mit Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik organisiert wurde, sprachen die Jugendlichen Themen wie Kriege, geopolitische Spannungen und die Zukunft Europas an. Auf die Frage eines Schülers, ob ein Dritter Weltkrieg bevorstehe, erklärte Kaiser, er hätte sich gewünscht, dass eine solche Frage gar nicht gestellt werden müsse. „Aber wir sehen leider vielerorts, dass Macht missbraucht wird, Angriffskriege geführt, Menschenrechte verletzt und Kriege auf unterschiedliche Weise geführt werden, so dass auch wir ihre Folgen unmittelbar zu spüren bekommen“, erklärt Kaiser.
Zusammenhalten in der Krise
Der Landeshauptmann betonte gleichzeitig die Bedeutung einer starken Europäischen Union. Krisen hätten gezeigt, dass die EU auf äußeren Druck oft mit mehr Zusammenhalt und Stärke reagiere. „Die USA unter Trump, China und Russland wollen die EU schwächen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns unserer Stärke, unseres Potenzials und unserer Chancen bewusst werden – und diese auch verteidigen“, machte Kaiser deutlich.Kaiser appellierte abschließend an die Jugendlichen, sich politisch zu engagieren und Europa aktiv mitzugestalten.
EU als Chance
Auch Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, hob die Bedeutung der EU hervor. Programme wie ERASMUS+ würden jungen Menschen zahlreiche Möglichkeiten für Bildung, Austausch und persönliche Entwicklung eröffnen. Gleichzeitig betonte er: „Es ist wichtig, die Skepsis der Menschen ernst zu nehmen.“ Moderiert wurde die Diskussion von Marc Germeshausen vom Europahaus Klagenfurt.