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Das Bild auf 5min.at zeigt eine dramatische Tierrettung im Bezirk Klagenfurt-Land.
Behörden und Tierrettung fanden am Dienstag 39 Australian Shepherds unter katastrophalen Bedingungen vor.

Katastrophale Zustände: 39 Hunde aus verwahrloster Haltung gerettet

Großer Tierschutzeinsatz im Bezirk Klagenfurt-Land: In einem Haus wurden 39 verwahrloste Hunde entdeckt und gerettet. Die Halter müssen mit Anzeigen rechnen.

von Anja Mandler
3 Minuten Lesezeit(620 Wörter)
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In Kärnten hat eine Hausdurchsuchung im Bezirk Klagenfurt-Land erschreckende Umstände ans Licht gebracht: Behörden und Tierrettung fanden am Dienstag 39 Australian Shepherds unter katastrophalen Bedingungen vor. Bereits beim Betreten des Hauses bot sich den Einsatzkräften und den Mitarbeitern der Tierrettung ein erschütterndes Bild, wie das Tierschutz Kompetenzzentrum Kärnten (Tiko) in einer Aussendung zum Fall mitteilte. Die Familie lebte gemeinsam mit den Hunden in völlig untragbaren hygienischen Verhältnissen. Der gesamte Innenbereich war stark mit Kot verschmutzt, die Wände waren durchgehend mit Urin verunreinigt. Für die Hunde bedeutete das ein Leben in permanentem Schmutz und ohne Rückzugsmöglichkeiten.

38 verwahrloste Hunde gerettet

Während im Laufe des Vormittags die ersten Hunde in die Einsatzfahrzeuge der Tierrettung verladen wurden, stellte sich heraus, dass sich weit mehr Tiere auf dem Grundstück befanden als ursprünglich gemeldet. In einem großen Außenzwinger im Garten sowie in einem Holzschuppen hinter dem Haus wurden weitere Hunde entdeckt. Insgesamt mussten schließlich 39 Hunde behördlich abgenommen werden. Das Alter der Tiere reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.

Das Bild auf 5min.at zeigt eine dramatische Tierrettung im Bezirk Klagenfurt-Land.
©TiKo

Hunde stark verschmutzt und verängstigt

Der Zustand der Hunde ist äußerst bedenklich. Viele Tiere sind stark verdreckt, das Fell teilweise mit Kot und Urin verklebt und stark verfilzt. Nahezu alle Hunde zeigen deutliche Angstreaktionen, einige haben stark entzündete Augen und Juckreiz. Obwohl die Tiere augenscheinlich nicht unterernährt sind, hatten viele großen Durst. Es wird daher vermutet, dass die Versorgung mit frischem Wasser nicht ausreichend gewährleistet war. Heute und morgen werden alle Hunde im Tierheim tierärztlich untersucht, durchgecheckt und von Parasiten befreit. Erst danach kann eingeschätzt werden, wie es ihnen gesundheitlich wirklich geht. „Die ausgezeichnete Infrastruktur im TiKo mit Tierarzt im Haus und Quarantäne-Station ermöglicht die optimale Versorgung der Tiere“, sagt TiKo-Präsidentin Dr. Anna Offner.

Großartige Zusammenarbeit im Kärntner Tierschutz

Schnell wurde klar, dass ein einzelnes Tierheim diese große Anzahl an Hunden nicht alleine unterbringen kann. Die Hunde wurden noch am selben Tag auf die Tierheime Villach, Wolfsberg, Garten Eden und das TiKo aufgeteilt. Dank dieser schnellen und unbürokratischen Zusammenarbeit ist nun für jedes einzelne Tier die bestmögliche Versorgung gewährleistet. „Dieser Einsatz zeigt, wie wichtig eine funktionierende Tierrettung und die enge Zusammenarbeit mit den Behörden ist. Ohne die schnelle Reaktion der Amtstierärztin, der Polizei und der sofortigen Unterstützung der anderen Tierheime in Kärnten hätten wir diese große Anzahl an Hunden nicht so rasch in Sicherheit bringen können. Was wir vor Ort gesehen haben, war erschütternd – die Hunde mussten unter Zuständen leben, die man kaum in Worte fassen kann. Umso wichtiger ist es jetzt, dass sie im TiKo nun die Versorgung bekommen, die sie so dringend brauchen“, so Dr. Anna Offner

Ermittlungen laufen, Versorgung steht im Mittelpunkt

Die Ermittlungen gegen das Ehepaar, das die Tiere hielt, laufen noch. Möglicherweise haben die Züchter das Tierschutzgesetz umgangen, etwa durch vorübergehendes Auslagern trächtiger Hunde ins Ausland, so die Vorwürfe. Die Behörden prüfen derzeit alle Umstände. In den kommenden Tagen steht zunächst aber vor allem die medizinische Versorgung im Vordergrund. Die Hunde werden gründlich gewaschen, ihr Fell wird – wo nötig – geschoren und sorgfältig gebürstet. Viele der Hunde sind scheu und verängstigt und benötigen nun vor allem Zeit, Ruhe und Vertrauen. Ob und wann die Hunde in die Vermittlung kommen können, ist derzeit laut den Tierschützern nicht absehbar und muss in enger Abstimmung mit den Behörden geklärt werden. Im Moment zähle vor allem eines: dass sie endlich in Sicherheit sind.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 01.04.2026 um 10:18 Uhr aktualisiert
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