Er ist der Gewinner des Humbert-Fink-Preises 2026
Der 1948 in Neunkirchen in Niederösterreich geborene und in Klagenfurt lebende Autor Bertram Karl Steiner ist Gewinner des diesjährigen Humbert-Fink-Preises der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee.
Nach Antonio Fian, Engelbert Obernosterer, Gustav Januš, Anna Baar, Axel Karner und Cvetka Lipuš ist Bertram Karl Steiner der siebente Preisträger des alle zwei Jahre alternierend mit dem Gert-Jonke-Preis vergebenen Humbert-Fink-Preises, der sich an Autoren, die in deutscher und/oder slowenischer Sprache publizieren, richtet.
Feierliche Preisverleihung im Musilhaus
Vergangenen Mittwoch fand die Preisverleihung im Musilhaus statt. Bürgermeister Christian Scheider und Kulturreferent Stadtrat Franz Petritz überreichten Steiner den Literaturpreis. Kulturjournalistin Irina Lino und Steiners Autorenkollege Günter Schmidauer würdigten den Preisträger bei der gestrigen Verleihung, heißt es in einer Aussendung der Stadt.
Lebensweg
Geboren 1948 in Neunkirchen als Sohn des Malers und Bildhauers Karl Steiner war Bertram Karl Steiner anfänglich als Lektor der Universite de Bretagne Occidentale in Brest tätig, arbeitete dann unter Humbert Fink in der Kärntner Krone sowie als Korrespondent der Tageszeitung „Der Standard“. Zwischen 1990 und 2014 arbeitete Steiner als Redakteur der Kärntner Tageszeitung, zuletzt als Ressortchef für Kultur. Im Anschluss daran war er Chefredakteur der Kulturzeitschrift des Landes Kärnten „Die Brücke“. 2010 erhielt Steiner den „Einspieler-Preis“ für sein Eintreten für die Slowenische Volksgruppe.
Publikationen und Werke
Steiner übersetzt aus dem Französischen, schrieb in Zusammenarbeit mit Eugene Ionesco das Libretto für die Oper „Maximilian Kolbe“ von Dominique Probst. Gemeinsam mit Erwin Hirtenfelder widmete er sich 1999 dem Thema „Tatort Kolig Saal“. Zahlreiche Publikationen zum aktuellen Zeitgeschehen folgten, u.a. das Buch „Gegensätze“, erschienen 2014 im Hermagoras-Verlag. Die diesjährige Jury für den Humbert-Fink-Literaturpreis bestand aus Univ.Prof. Alois Brandstetter und Günter Schmidauer.