Surfen ohne Wellen: Am Wörthersee wurde am Wochenende „gepumpt“
Außergewöhnliche Bilder gab es am Wochenende in Pörtschach am Wörthersee: Im Freibad Sallach wurde eine spektakuläre Weltpremiere im Wassersport gezeigt – ganz ohne Motor, nur mit Muskelkraft.
Am Wochenende fand am Wörthersee eine Weltpremiere statt, wie Reinhard Eberhart vom Ruderverein Albatros gegenüber 5 Minuten verriet. Dabei kombinierten Sportler im Freibad Sallach in Pörtschach erstmals Rudern und Pumpfoilen. Die Pumpfoiler wurden dabei von Ruderbooten in den Speed-Bereich gezogen. Sowohl ein Vierer (Darian Jost, Sascha Olexsandr Omelianenko, Ella Skumac, Franjo Dobra) als auch ein Zweier (Matteo Smole und Theodor Jan Eberhart) vom Ruderverein Albatros waren im Einsatz.
Was ist „Pumpfoilen“?
Pumpfoilen ist eine Wassersportart, bei der man auf einem Board mit einem sogenannten Hydrofoil (Tragflügel unter Wasser) über die Wasseroberfläche „schwebt“. Anders als beim klassischen Surfen oder Foilen erfolgt der Antrieb nicht durch Wind oder Wellen, sondern durch aktive Auf- und Abbewegungen des Körpers („Pumpen“). Dadurch wird Auftrieb erzeugt und das Board bleibt in Bewegung. Mit etwas Übung können Sportler so auch ohne äußere Hilfe längere Strecken über dem Wasser gleiten.
Spektakulärer Wechsel bei voller Fahrt
Das Highlight der Vorführung sorgte für Staunen bei den Zuschauern: „Erstmals übergaben die Pumpfoiler das Zugseil während der Performance direkt auf dem Wasser – ein technisches Meisterstück, das höchste Präzision und perfektes Timing erforderte“, erklärt Eberhart gegenüber 5 Minuten. Die Teams meisterten die Herausforderung laut Organisatoren mit Bravour. Damit wurde ein neuer Schritt in der noch jungen Trendsportart gesetzt, die aktuell auch auf österreichischen Seen immer beliebter wird.
Trendsport trifft Teamwork
Die Idee hinter der Aktion: Wassersportarten neu zu denken und zu kombinieren. Entwickelt wurden die spektakulären Stunts von Roman Schaller und Hanno Douschan, die als kreative Köpfe der heimischen Foiling-Szene gelten. Besonders bemerkenswert: Die gesamte Performance kam ohne Motor aus – allein Muskelkraft, Technik und Teamarbeit machten die Show möglich.