Bitteres WM-Aus für Kärntner Segel-Duo
Eigentlich war das Duo bei den Titelkämpfen der olympischen Segeldisziplinen gut unterwegs, doch eine Verletzung macht vor allem der Klagenfurterin einen Strich durch die Rechnung.
Das Kärntner 49erFX-Duo Rosa Donner und Marion LaFrance-Berger mussten verletzungsbedingt auf die Weltmeisterschaft verzichten und verpassten damit die Titelkämpfe der olympischen Segeldisziplinen. Donner hatte sich am dritten Wettkampftag beim Weltcup in Hyères eine Gelenksfraktur im linken Mittelfinger zugezogen. Zum Zeitpunkt der Verletzung lag das Duo nach sechs Wettfahrten auf dem siebenten Platz – das erste Weltcup-Podest war damit schon in Reichweite.
„Das Risiko war einfach zu groß“
In Abstimmung mit dem ÖSV-Ärzteteam wurde schließlich entschieden, die WM nicht zu bestreiten. „Natürlich ist es bitter, die Titelkämpfe absagen zu müssen – aber wir haben einen langfristigen Plan und keine kurzfristigen Ziele“, so Donner. Weiter betont sie: „Das Risiko einer Folgeverletzung oder den Heilungsprozess zu verlangsamen, war einfach zu groß, deswegen war es die richtige Entscheidung.“ Die Trainingsplanung wurde daraufhin umgestellt, Kraft- und Ausdauereinheiten wurden vorgezogen. „Dadurch nehmen wir nur minimale Einschnitte in unserem großen Ganzen vor – und können dann auch früher wieder auf das Wasser zurückkehren“, erklärt die 22-jährige Heeressportlerin.
Comeback-Zeitpunkt ist noch unklar
Aktuell absolviert Donner ihre Physioeinheiten im Olympiazentrum Kärnten. Ein weiteres Röntgen sowie eine Abstimmung mit ihrem behandelnden Handchirurgen sind für Mitte des Monats geplant. Erst danach soll über einen möglichen Comeback-Zeitpunkt entschieden werden. „Besonders gefreut habe ich mich über die vielen Genesungswünsche“, sagt sie abschließend und blickt trotz der Pause positiv in die Zukunft.