Wörthersee-Gemeinde plant Partnerschaft mit japanischer Stadt
Pörtschach plant eine offizielle Partnerschaft mit der japanischen Stadt Fujikawaguchiko. Während sich die Wörtherseegemeinde neue touristische Impulse erhofft, sieht die Opposition das Projekt kritisch.
Eine ungewöhnliche Städtefreundschaft schlägt Brücken über 9.000 Kilometer: Am Montag entscheidet der Pörtschacher Gemeinderat über einen Partnerschaftsvertrag mit der japanischen Stadt Fujikawaguchiko. Während die 3.000-Einwohner-Gemeinde am Wörthersee auf neue Impulse für den heimischen Tourismus hofft, stellt sich die Lage am Fuße des Vulkans Fuji spiegelbildlich dar. Die 25.000-Einwohner-Stadt, ein beliebtes Naherholungsgebiet für Tokio, kämpft seit Jahren mit massivem Übertourismus. Die Verbindung kam laut einem Bericht der „Kleinen Zeitung“ durch den privaten Kontakt einer Pörtschacherin zustande, den Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz in der Folge intensivierte.
Kritik von Grün und Blau
Im Vorfeld sorgt das Projekt jedoch für politischen Zündstoff. Die Grüne Gemeinderätin Gabriele Hadl begrüßt zwar die Annäherung, kritisiert aber einen Alleingang der Ortschefin. Auch FPÖ-Gemeindevorstand Florian Pacher, der in die Anfänge involviert war, fühlt sich ausgeschlossen. Die Opposition fordert einen transparenten Austausch sowie ein klares Konzept. Am Beschluss dürfte das kaum etwas ändern: Aufgrund der absoluten ÖVP-Mehrheit im Gemeinderat gilt die Zustimmung für die neue Achse nach Japan als wahrscheinlich.