Flughafen-Zukunft weiter offen: Klagenfurt holt Experten ins Boot
Die Entscheidung über Millionen für den Flughafen Klagenfurt lässt weiter auf sich warten: Die Stadt will nun zusätzliche Gutachten einholen, bevor über die Zukunft ihrer Beteiligung entschieden wird.
Die Stadt Klagenfurt will vor einer Entscheidung über ihre Beteiligung am Flughafen Klagenfurt weitere Expertenmeinungen einholen. Der Stadtsenat hat am Dienstag (2. Juni) die Beauftragung einer vertieften rechtlichen und wirtschaftlichen Begutachtung beschlossen, heißt es in einer Presseaussendung der Stadt. Damit wird die Entscheidung über die künftige Rolle der Stadt beim Flughafen vorerst weiter hinausgeschoben. Hintergrund ist die Diskussion um eine Kapitalerhöhung der Flughafenbetriebsgesellschaft. Um ihren Anteil von 20 Prozent zu halten, müsste die Stadt rund 2,4 Millionen Euro aufbringen.
Folgen verschiedener Szenarien sollen geprüft werden
Experten sollen untersuchen, welche Auswirkungen unterschiedliche Handlungsoptionen für die Stadt haben könnten. Konkret bedeutet das: „Im Rahmen dieser Begutachtungen sollen in erster Linie mögliche Auswirkungen künftiger Kapitalmaßnahmen, Fragen der Beteiligungsstruktur, allfällige rechtliche und wirtschaftliche Folgen, unterschiedlicher Handlungsoptionen sowie potenzielle finanzielle Risiken und Verpflichtungen für die Stadt analysiert und bewertet werden“, heißt es seitens der Stadt. Der entsprechende Antrag wurde gemeinsam von Bürgermeister Christian Scheider und Beteiligungsreferentin Constance Mochar eingebracht und vom Stadtsenat beschlossen.
Neuer Vertreter im Aufsichtsrat
Die eigentliche Kapitalerhöhung stand bei der jüngsten Stadtsenatssitzung nicht auf der Tagesordnung. Nach Angaben der Stadt laufen weiterhin Gespräche mit dem Land Kärnten. Zusätzlich steht beim Flughafen auch eine personelle Veränderung im Aufsichtsrat an. Die bisherige Vertreterin der Stadt, Andrea Springer, soll abgelöst werden. Ihr folgt Michael Pontasch nach, der in der Generalvollversammlung der Kärntner Flughafen Beteiligungsgesellschaft (KFBG) am 12. Juni offiziell entsendet werden soll.