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/ ©Fotomontage Canva/zVg
Das Bild auf 5min.at zeigt eine Silhouette im Klagenfurter Strandbad.
Am Pfingstmontag kam es im Strandbad Klagenfurt zu einer Tragödie.

Tragödie im Strandbad: „Irgendwann hat eine Frau um Hilfe geschrien“

Als plötzlich Hilferufe durch das Strandbad Klagenfurt hallten, war Martin* nur wenige Meter entfernt. Gegenüber 5 Minuten berichtet er nun von den erschütternden Ereignissen am Pfingstmontag.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
3 Minuten Lesezeit(556 Wörter)
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Der tragische Tod eines 66-jährigen Badegastes im Klagenfurter Strandbad am 25. Mai beschäftigt auch Tage später noch viele Menschen. Ein Augenzeuge, der am Pfingstmontag selbst vor Ort war, schildert nun gegenüber 5 Minuten die schlimmen Ereignisse am Pfingstsonntag – wobei er auch ein Bild der gegenseitigen Unterstützung und des Zusammenhalts zeichnet.

„Irgendwann hat eine Frau um Hilfe geschrien“

Wie berichtet, war der 66-Jährige reglos im Wasser entdeckt und ans Ufer gebracht worden. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen konnte er nicht mehr gerettet werden. Der Grund für seinen tragischen Tod dürfte laut Informationen der Polizei ein medizinischer Notfall gewesen sein. Martin* befand sich gemeinsam mit seiner Freundin auf dem Badesteg. Sie passten auf ein Kind auf, während dessen Mutter schwimmen ging. „Irgendwann hat eine Frau um Hilfe geschrien und Alarm geschlagen“, erinnert er sich.

Helfer kamen sofort

Sofort seien Helfer des Strandbades mit Erste-Hilfe-Ausrüstung herbeigeeilt. Einige hätten sogar mit Handtüchern einen ersten Sichtschutz gebildet. Kurz darauf seien Polizisten mit einem Defibrillator eingetroffen, wenig später auch zwei Rettungswagen. Die Einsatzkräfte bauten einen professionellen Sichtschutz rund um die Leiche des Mannes auf.

Polizist mit schwarzer Decke sorgt für traurige Klarheit

Verständlicherweise herrschte nach dem Fund des Mannes und dem Eintreffen der Einsatzkräfte große Aufregung im Strandbad. „Die Menschen direkt drum herum sind weg, haben aber ihre Sachen dort gelassen“, schildert er. Für viele Anwesende sei spätestens klar gewesen, wie ernst die Situation war, als die Einsatzkräfte keinen Zeitdruck mehr hatten. Auch Martin für Martin „war klar, was los ist, spätestens aber, als ein Polizist mit einer schwarzen Decke an mir vorbeigegangen ist.“

Einsatzkräfte stundenlang vor Ort

Nach den Reanimationsversuchen seien die Rettungsfahrzeuge wieder abgefahren. Vor Ort blieben Polizei, Kriminalbeamte und weitere Einsatzkräfte, die die notwendigen Ermittlungen durchführten. „Gut 2,5 Stunden vom Hilferuf bis zum Leichenabtransport“, erinnert sich Martin. Und in der Zeit halfen alle zusammen: Die Wasserrettung habe in dieser Zeit unter anderem die eingesetzten Beamten mit Trinkwasser versorgt. Dass es so lange dauert, bis die Leiche abtransportiert wurde, ist bürokratischen Abläufen, die in solchen Fällen eingehalten werden müssen, geschuldet.

Tragische Bilanz: Bereits sechs Badetote in Kärnten

Der tragische Fall aus dem Strandbad Klagenfurt ist Teil einer traurigen Bilanz. Heuer waren in Kärnten mit Stand 2. Juni bereits fünf Badetote zu beklagen. Einen Tag nach dem Unglück im Strandbad wurde am Ossiacher See ein reglos im Wasser treibender 93-Jähriger entdeckt, für den jede Hilfe zu spät kam. Am Pfingstsonntag kam es am Längsee im Bezirk St. Veit zu einer Tragödie: Ein 22-jähriger Schwimmer geriet in eine Notlage und musste aus 14 Metern Tiefe heraufgetaucht und reanimiert werden, doch leider vergeblich: Er verstarb noch am selben Abend im Krankenhaus. Im Strandbad Drobollach kam es am 28. Mai zu einer großangelegten Suchaktion nach einem vermissten Mann, der schlussendlich nur noch tot vom Grunde des Faaker Sees geborgen werden konnte. Und Anfang Mai entdeckte ein Hausangestellter eine 84-jährige Frau tot im Wörthersee, auch ihr Leben konnte nicht mehr gerettet werden. Nach den tragischen Badeunfällen meldete sich auch die Österreichische Wasserrettung zu Wort und warnt vor Gefahren beim Baden.

*Name von der Redaktion geändert.

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