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/ ©Fotomontage Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt einen alten Mann vor einem Haufen Geldscheinen.
Ein Klagenfurter (74) kam noch einmal mit einem blauen Auge davon.

Bankmitarbeiter entlarvte dreisten Schockanruf – Polizei warnt

Nur weil ein Bankmitarbeiter misstrauisch wurde, blieb einem Klagenfurter ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro erspart. Die Polizei warnt erneut vor perfiden Betrugsanrufen.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(335 Wörter)
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Am 2. Juni bekam ein 74-jähriger Mann aus Klagenfurt einen Anruf von einer unbekannten Frau auf seinem Festnetztelefon. Sie weinte und erklärte ihm, dass sie einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Der 74-jährige glaubte, die Stimme einer Bekannten zu erkennen – doch dem war nicht so. Die vermeintliche Bekannte übergab dann das Telefon an eine angebliche Polizistin. Und diese fackelte nicht lang: Sie forderte 137.000 Euro von dem Klagenfurter, angeblich Kaution für die vermeintliche Bekannte.

Staatsanwältin „auch mit Gold zufrieden“

Und es wurde noch dreister: Dann verlangte sie die Handynummer des 74-Jährigen, die er ihr gab. Daraufhin rief ihn eine angebliche Staatsanwältin aus Deutschland an, die angab, dass man auch mit 40.000 Euro oder auch Gold und Schmuck zufrieden wäre. Der Mann fuhr daraufhin wie von den Frauen verlangt zur Bank und wollte 40.000 Euro beheben. Währenddessen telefonierte er weiterhin mit den Frauen, die ihn unter Zeitdruck setzten und ihm ein Schweigegelübde abnötigten. Der Klagenfurter hatte Glück im Unglück: Am Bankomaten konnte er eine so hohe Summe nicht abheben, ein Bankmitarbeiter erkannte den Betrug und rief die Polizei. Diese konnte den Klagenfurter dann aufklären und es entstand kein Schaden.

Hast du schon einmal einen solchen Betrugsanruf bekommen?

Ja, fast täglich.
Ja, hin und wieder.
Nein, noch nie.
Ich weiß es nicht.

Polizei warnt vor Betrugsanrufen

Da sich in letzter Zeit die Betrugsanrufe in Kärnten wieder häufen, rät die Polizei zu äußerster Vorsicht und gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

Das rät die Polizei:

  • Vorsicht bei unbekannten Anrufern!
  • Bei Zweifeln an der Echtheit eines Anrufers, der angibt von der Polizei zu sein, können Sie sich unter der polizeilichen Servicenummer +43 59 133 zum angeblichen Polizisten verbinden lassen.
  • Fragen Sie sich: Kann die Geschichte stimmen? Sprechen Sie sofort mit Verwandten oder Freunden! Sie können auch mit Ihrer nächstgelegenen Polizeiinspektion Kontakt aufnehmen und die Geschichte überprüfen lassen.
  • Geben Sie keine Details über Ihr Vermögen preis!
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – Im Zweifel legen Sie lieber auf! Die Täter werden versuchen das Gespräch aufrechtzuhalten, damit Sie keinen klaren Gedanken fassen können.
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Gold an Unbekannte!
  • Fordern Sie von angeblichen Polizisten einen Dienstausweis!
  • Wenn Sie Zweifel an der Echtheit von zivilen Kriminalbeamten haben, verständigen Sie den Notruf unter 133.
  • Nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten ernst!
  • Sprechen Sie mit ihrer Familie über diese Kriminalitätsform.
  • Vorsicht: Vor allem ältere Generationen sind von dieser Betrugsarten betroffen!

Wenn das Unglück passiert ist

Wenn man Opfer eines solchen Betrugs wurde, hat die Polizei ebenfalls Tipps für die korrekte Vorgehensweise parat. Zunächst sollte man sich an die Polizei wenden und Anzeige erstatten. Wichtig ist auch, sich die Nummer des Anrufers oder der Anruferin zu notieren und mit Verwandten und Freunden über die Betrugsform zu sprechen. Wenn du Wertgegenstände übergeben haben solltest, rät die Polizei, sofort den Notruf 133 zu wählen und eine Täterbeschreibung zu geben. „Möglicherweise können die Täter noch angehalten werden“, so die Polizei abschließend.

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