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Ein Bild auf 5min.at zeigt Trainer Slobodan Grubor.
Austria-Klagenfurt-Coach Slobodan Grubor vor dem Trainingsstart.

Klagenfurt-Coach: „Bayern München der Regionalliga? Redet nicht so!“

Ab Montag geht die Vorbereitung für die neue Regionalliga-Runde für den Zwangsabsteiger los. Im Interview mit 5 Minuten spricht Trainer Slobodan Grubor, gut erholt aus dem Urlaub gekommen, Klartext!

von Markus Krücken Das Foto auf www.5min.at zeigt Markus Krücken, Online Redakteur.
1 Minute Lesezeit(17 Wörter)
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Und versprüht Optimismus, entgegen allen kurzsichtigen Provinz-Claqueren …

Interview mit Trainer Slobodan Grubor

Coach, schon am Ende der letzten Saison hat man gesehen, dass bei der Austria Klagenfurt einiges nach vorne geht. Ihr habt bemerkenswerte Ergebnisse erzielt mit einer Mannschaft, die ja eigentlich nur noch aus Nachwuchsspielern bestand. Was kannst du uns jetzt für den Start am Montag sagen? Was ist das Gesicht deines Kaders? Soll das weiterhin so bleiben, dass es eine Mannschaft aus dem eigenen Nachwuchs ist? Und bleibt das Ziel der Aufstieg?

Slobodan Grubor: Ja, das war ein kleiner Rückblick auf letzte Saison. Wir haben im Jänner gestartet. Und eine Mannschaft bekommen, in der viele junge Spieler waren, wo die Mannschaft auch im mentalen Bereich nicht so gut war. Was danach passierte…

Mit dem Zwangsabstieg …

Grubor: … war ein bisschen hart für mich. Und für unser Trainerteam auch. Aber wir haben gute Gespräche gehabt. Ich habe der Mannschaft erzählt, um was es geht. Für die Zukunft und individuell. Und die Burschen haben das dann sehr gut angenommen. Wir haben so einen super Teamgeist – und mit diesem Teamgeist haben wir dann gesehen, wie es funktioniert. Bis heute.

Das heißt?

Grubor: Wir haben wirklich eine gute Balance gehabt zwischen jungen und älteren Spielern. Der Charakter von allen hat gepasst. Und deswegen haben wir dann danach so einen guten Fußball gespielt.

Auf welche Spieler setzt du? Was kann man sagen? Wer wird definitiv dazugehören?

Grubor: Wir haben jetzt über 80 Prozent Spieler mit gültigen Verträgen. Wir starten Montag an und dann schauen wir mal, ob jemand geht. Und wir wissen ja genau: Wenn jemand uns verlassen will, dann muss auch der Verein etwas dafür bekommen. Wir werden sicherlich nicht die Spieler so freilassen. Das geht einfach nicht. Wir haben eine gute Basis geformt. Wissen, um was geht. Ziel ist, wieder in zweite Liga aufzusteigen. Das sage ich jetzt, das ist schon ein langfristiges Ziel. Jetzt geht es um die tägliche Arbeit, um zu schauen, was möglich ist.

Es gibt klare Abgänge!

Grubor: Ja, Marinsek. Schmerböck, Barisic. Mir ist sehr, sehr wichtig, dass unsere Spieler heimische Spieler aus Kärnten sind. Wir haben eine tolle Akademie mit sehr hohem Potenzial. Die Trainer haben wirklich eine gute Leistung gebracht. Und ich werde sicherlich jetzt in der Vorbereitung einige Jugendliche dazu nehmen.

Ist Austria Klagenfurt in der Regionalliga das Bayern München?

Grubor: Nein! Bitte: Nicht so reden. Wir dürfen überhaupt nicht denken, dass wir zu einem Spaziergang eingeladen sind. Ich muss in diese Richtung arbeiten, dass wir spielerische Akzente noch mehr reinbringen. Weil die Gegner zumeist defensiv gegen uns auftreten – und kontern werden.

Was ist dein Ziel mit den Fans? Die mussten viel durchmachen die letzten Jahre. Warum sollen die ins Stadion überhaupt noch kommen in der neuen Saison?

Grubor: Ja, es ist wirklich schade, dass die Fans jetzt diese ganze Frühlingssaison nicht dabei waren. Aber das ist Austria Klagenfurt, ein Klub mit Geschichte. Austria ist nicht Zeljko Karajica oder Lubi Grubor. Entweder bist du Fan oder bist du nicht. Es ist einfach so. Und wir werden alle jetzt zusammen versuchen, dass unsere Fans wieder zu uns kommen. Ich habe gemerkt jetzt in der Frühlings-Saison, dass wirklich schon positive Sachen von der Tribüne gekommen sind. Ich habe das nicht erwartet, dass trotzdem so ein Support war. Wir müssen und können eine Gemeinschaft schaffen, diesen Abstieg zu packen. Ich bin eh fast hier Kärntner. Ich lebe hier seit 13, 14 Jahren. Ich weiß, wie das hier funktioniert. Wir müssen wirklich hart arbeiten an unserer Präsentation mit positiver Energie, mit einem guten Ambiente. Die Infrastruktur ist da, Klagenfurt verdient zumindest eine 2.Liga-Mannschaft. Und, wie ich gesagt habe, wir haben schon eine Basis gemacht. Wir werden mit unseren jungen Leuten weiter in den Kampf gehen. Und ich hoffe, dass wir am Ende der Saison alle glücklich sind.

Wie groß wird der Kader nach deinem Wunsch sein, wie viele Spieler willst du haben am Ende?

Grubor: Ich werde mindestens 22 Spieler mit drei Torleuten haben. Wir haben viele gute junge Spieler und das ist die Zukunft – und ich hoffe, dass alles funktioniert.

Wer ist der Favorit? Neben Klagenfurt? Wen schätzt du stark ein in der Regionalliga?

Grubor: Es ist egal, wir müssen auf uns schauen. Von Tag zu Tag.

Das Bild auf 5min.at zeigt den neuen Trainer des SK Austria Klagenfurt.
©SK Austria Klagenfurt
Slobodan Grubor (re.) ist Cheftrainer der Austria-Klagenfurt-Profimannschaft
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