Nach 14 Jahren: Aus für Klagenfurter Minigolfplatz besiegelt
Der Streit um die Freizeitfläche in der Wörthersee-Ostbucht hat ein Ende gefunden. Gerfried Wohlgemuth hat den Widerstand bezüglich seiner Freizeitanlage auf dem Areal des Campingplatzes aufgegeben, wie Medien berichten.
Der 63-jährige Betreiber hatte über ein Jahrzehnt lang die Bahnen gegenüber dem Klagenfurter Strandbad bewirtschaftet und eine Summe von über 100.000 Euro in das Projekt gesteckt, zu dem auch ein kleiner Lindwurm gehört. Die rechtliche Grundlage bildete ein Unterpachtvertrag mit dem vorherigen Campingchef Thomas Freund. Nachdem dessen Kontrakt mit den Klagenfurter Stadtwerken (STW) im Dezember des Vorjahres endete, wurde eine geräumte Übergabe zum Jahresbeginn gefordert. Der Nachfolgebetrieb, die Falkensteiner Michaeler Tourism Group, plant ohne die Golfanlage.
Schlösser wurden getauscht
Der Betreiber weigerte sich zunächst zu weichen. Im Frühjahr hielt er an seinen Plänen für das Jahr fest und organisierte bereits Arbeitskräfte für den Betrieb. Damals betonte er im Gespräch mit der „Kleinen Zeitung“: „Ohne Räumungsklage bekommen sie mich nicht weg.“ Der Konflikt eskalierte jedoch, als die STW den Zugang zum Gelände sperrten. Der Unternehmer erklärt im Bericht: „Sie lassen mich nicht mehr hinein. Ich muss von draußen zusehen, wie alles verwächst.“
Juristischer Rückzug und Ruhestand
Der Versuch, die Sperre über eine einstweilige Verfügung gerichtlich stoppen zu lassen, wurde letztlich fallengelassen. Stattdessen zieht der Betreiber nun einen endgültigen Schlussstrich und flüchtet sich in den Ruhestand: „Ich bin chancenlos gegen die STW. Deshalb habe ich den Antrag zurückgezogen und mein Pensionsgesuch abgegeben.“