Kärntner Paar mitten in der Nacht aus Bergnot gerettet
Eine unterschätzte Bergtour wurde für zwei Kärntner am Wochenende zur Belastungsprobe. Als Dunkelheit und Erschöpfung ein Weiterkommen unmöglich machten, rückte die Bergrettung mit einem größeren Aufgebot aus.
Eigentlich wollten sie vom Koschutahaus zum Potoksattel wandern. Doch weil sie die Tour unterschätzten, mussten eine 39-jährige Frau und ein 49-jähriger Mann aus dem Bezirk Klagenfurt-Land am Sonntagabend (3. August) die Bergrettung zu Hilfe rufen.
Rettung in der Nacht
Wie die Polizei informiert, setzten die beiden gegen 21.30 Uhr „aufgrund der einbrechenden Dunkelheit und völliger Erschöpfung“ einen Notruf ab. Zehn Einsatzkräfte der Bergrettung Ferlach und ein Alpinpolizist machten sich daraufhin auf den Weg. Die Einsatzkräfte konnten das Paar gegen Mitternacht auf rund 1.800 Metern Seehöhe ausfindig machen. Die beiden waren vom markierten Wanderweg abgekommen und in steiles Gelände geraten. Zwar waren sie unterkühlt, verletzt wurden sie aber nicht.
Wanderung unterschätzt
Nach einer Erstversorgung sicherte die Bergrettung die Wanderer und brachte sie zurück zum Koschutahaus. Dort trafen sie erst gegen 3.30 Uhr in der Früh ein und konnten anschließend selbstständig die Heimreise antreten. Nach Angaben der Polizei waren beide zwar für die Tour entsprechend ausgerüstet, hatten aber die Länge der Wanderung und die zusätzliche Belastung durch die hohen Temperaturen unterschätzt.