KAC-Legende ist tot: Große Trauer um Jahrhundertspieler Sepp Puschnig
Er gewann 13 Meistertitel, schrieb Eishockeygeschichte und blieb seinem KAC ein Leben lang treu. Nun ist Josef „Sepp“ Puschnig im 80. Lebensjahr verstorben. Die Trauer in Klagenfurt ist groß.
Mit Josef „Sepp“ Puschnig hat Klagenfurt eine seiner größten Eishockey-Legenden verloren. Der langjährige KAC-Stürmer und 13-fache österreichische Meister ist am Sonntag im 80. Lebensjahr verstorben. Die Nachricht löste große Betroffenheit beim KAC und darüber hinaus aus.
387 Tore für die Rotjacken
Puschnig blieb während seiner gesamten Karriere seinem Heimatverein treu. Bereits mit 15 Jahren debütierte er in der Kampfmannschaft des KAC und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer Schlüsselfigur jener Mannschaft, die den österreichischen Eishockeysport prägte. Zwischen 1964 und 1977 gewann er 13 österreichische Meistertitel und erzielte für die Rotjacken insgesamt 387 Tore. Nicht nur auf Vereinsebene schrieb Puschnig Geschichte. Für Österreich absolvierte er 123 Länderspiele, nahm an drei Olympischen Winterspielen sowie elf Weltmeisterschaften teil und erzielte dabei 50 Tore.
„Jahrhundertspieler“
Seine außergewöhnliche Laufbahn wurde mehrfach ausgezeichnet. 1999 war Puschnig der erste österreichische Spieler, der in die Hall of Fame des Internationalen Eishockeyverbandes (IIHF) aufgenommen wurde. Später ehrte ihn der Österreichische Eishockeyverband als „Jahrhundertspieler“. Bereits 1997 erhielt die zweite Eishalle in Klagenfurt seinen Namen.
Rückennummer 7 bleibt unberührt
Auch sein Heimatverein setzte ihm ein bleibendes Denkmal: Seit 2016 wird die Rückennummer 7 beim EC-KAC nicht mehr vergeben. Der Verein würdigte Puschnig als „einen der größten Spieler seiner gesamten Vereinsgeschichte“ und sprach seiner Familie sein Mitgefühl aus. Besonders seiner Ehefrau Margit, seiner Schwester Erika und seinem Sohn Andreas, der ebenfalls viele Jahre das KAC-Trikot trug, gilt die Anteilnahme des Klubs. „Ruhe in Frieden, Seppi!“, verabschiedete sich der EC-KAC von seiner Vereinslegende.
„Karawankenbär“ hat nicht nur auf dem Eis Spuren hinterlassen
Auch in der Klagenfurter Stadtpolitik ist die Trauer groß. Bürgermeister Christian Scheider zeigt sich tief betroffen und erklärt: „Sepp Puschnig war einer der größten Eishockeyspieler der Geschichte. Er war nicht nur für mich, sondern auch für viele andere eine wahre Ikone.“ Er drückt den Hinterbliebenen stellvertretend für alle Senats- und Gemeinderatsmitglieder die aufrichtige Anteilnahme seitens der Landeshauptstadt Klagenfurt aus. Abschließend heißt es in einer Presseaussendung der Stadt: „Der „Karawankenbär“ hat seine Spuren nicht nur auf dem Eis, sondern auch in den Herzen seiner Fans, Bewunderer und Mitmenschen hinterlassen.“
Auch Kärntner Sportfamilie trauert
„Kärntens Sportfamilie trauert um einen der größten Spieler der Vereinsgeschichte des EC-KAC. Von offizieller Seite möchten wir seiner Ehefrau Margit und seinem Sohn Andreas sowie seiner Schwester Erika unser tief empfundenes Beileid aussprechen. Wir werden Seppi nicht vergessen, er hat den Kärntner Sport geprägt“, reagieren Sportreferent Landeshauptmann Daniel Fellner und Landessportdirektor Arno Arthofer auf die Nachricht von Puschnigs Ableben. Und Arthofer ergänzt: „Wieder hat ein Kärntner Aushängeschild und ein Herzstück des Eishockeysports das Spielfeld verlassen, aber Legenden sterben nie. Danke für die vielen magischen Momente als Karawankenbär am Eis.“