Prozess um mutmaßlich unberechtigte Taggelder in Klagenfurt vertagt
Ein Verfahren wegen mutmaßlichen Betrugs am Landesgericht Klagenfurt wurde vertagt. Für den 29-jährigen Angeklagten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.
Ein mutmaßlicher Betrugsfall beschäftigt derzeit das Landesgericht Klagenfurt. Einem 29-jährigen Mann wird vorgeworfen, seine Versicherung durch gefälschte Bestätigungen über angebliche Spitalsaufenthalte im Klinikum getäuscht zu haben. Laut Staatsanwaltschaft wurden in sechs Fällen unberechtigt Taggelder ausbezahlt. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf knapp 3.800 Euro – wir haben berichtet.
Taggelder für Medikamente verwendet
Wie mittlerweile aus einem Bericht des ORF hervorgeht, weist der Angeklagte die Vorwürfe von sich. Bei der Einvernahme vor Gericht am Montag gab er an, die gefälschten Dokumente nicht selbst eingereicht zu haben. Stattdessen soll seine im selben Haushalt lebende Mutter im Zeugenstand die Verantwortung übernommen haben: Die gelernte Bürokauffrau erklärte, die Versicherungsangelegenheiten sowie die Post ihres Sohnes eigenständig verwaltet zu haben. Als Motiv nannte die Mutter finanzielle Engpässe. Das Geld aus den Taggeldern sei für Medikamente des Sohnes benötigt worden, welche die Versicherung nicht abdeckte. Auch die geforderte Rückzahlung habe sie mangels finanzieller Mittel nicht leisten können. Der Angeklagte habe nach Aussage der Mutter erst durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von den Vorgängen erfahren.
Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren
Zur Überprüfung jener Aussagen hat das Gericht die Einvernahme weiterer Zeugen anberaumt. Der Prozess wurde auf den Herbst vertagt. Im Falle einer Verurteilung droht dem 29-Jährigen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Es gilt die Unschuldsvermutung.