Sozialarbeiterin unter Verdacht des Drogen- und Handyschmuggels
Ein Ermittlungsfall rund um eine Mitarbeiterin einer Justizanstalt, der Ende April bekannt wurde, könnte weitere Kreise ziehen als zunächst vermutet.
Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, steht eine Sozialarbeiterin unter dem Verdacht, Insassen über einen längeren Zeitraum hinweg mit Mobiltelefonen und Drogen versorgt zu haben. Die Ermittlungsbehörden prüfen in diesem Zusammenhang den Verdacht des Missbrauchs der Amtsgewalt sowie mutmaßliche Suchtmitteldelikte.
Von Mobiltelefonen und Suchtgift die Rede
Die Frau hatte als Sozialarbeiterin eigentlich die Aufgabe, sich um die Anliegen und die psychische Gesundheit der Häftlinge zu kümmern. Laut Staatsanwaltschaft Graz besteht jedoch der Verdacht, dass sie verbotene Mobiltelefone und Suchtgift zu den Insassen in die Justizanstalt Klagenfurt geschmuggelt haben soll.
Ermittlungsverfahren noch nicht abgeschlossen
Wie viele Personen davon profitiert haben könnten und auch welche Gegenleistungen es gegeben habe, sei noch nicht gänzlich geklärt, sagte Christian Kroschl von der Staatsanwaltschaft Graz übereinstimmend in Medienberichten. Das Ermittlungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen, weshalb derzeit nicht beantwortet werden könne, ob und wann gegen die Frau Anklage erhoben wird. Die Betroffene wurde nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe im April vom Dienst freigestellt, nachdem sie von Justizwachebeamten bei einer mutmaßlichen Übergabe von Mobiltelefonen beobachtet worden sein soll. Für die Betroffene gilt die Unschuldsvermutung.