Nach Hochwasser: Schutzanlagen am Treimischer Teich saniert
Nach dem Hochwasserschock im August 2023 am Viktringer Bach wurden die Schutzanlagen im Bereich des Treimischer Teichs und der Karl-Truppe-Straße umfassend saniert und angepasst.
Das Hochwasserrückhaltebecken Treimischer Teich entspricht nun wieder dem aktuellen Stand der Technik. Damit sind rund 400 Menschen und 50 Gebäude in der Ortschaft Viktring geschützt. „Hochwasserschutz ist konkrete Vorsorge für die Sicherheit der Menschen. Die Ereignisse im August 2023 haben gezeigt, wie wichtig funktionierende Schutzanlagen in stark betroffenen Gebieten sind. Mit der Anpassung des Rückhaltebeckens Treimischer Teich stellen wir sicher, dass das Wasser im Ernstfall kontrolliert abgeleitet werden kann. So schützen wir Häuser, Infrastruktur und Lebensqualität in Viktring“, betont Wasserwirtschaftsreferentin und Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger.
Rückhaltebecken Treimischer Teich wurde überströmt
Das Tief Zacharias brachte im August 2023 große Niederschlagsmengen und eingelagerte Starkregenschauer nach Kärnten. Im Klagenfurter Becken kam es dabei auch am Viktringer Bach zu Hochwasserereignissen. Das Rückhaltebecken Treimischer Teich wurde teilweise überströmt. Genau dort wurde angesetzt. Die Anlage wurde an den aktuellen Stand der Technik angepasst, sodass im Überlastfall Wasser kontrolliert über den Damm geführt und geordnet abgeleitet werden kann. Zu diesem Zweck wurde die Dammkrone angehoben. Zudem wurden die beiden Überströmstrecken massiv mit in Beton gelegten Wasserbausteinen befestigt. Das Stauziel und das Fassungsvermögen des Rückhaltebeckens bleiben unverändert.
Rückhaltebecken wurde saniert
Auch das Rückhaltebecken in der Karl-Truppe-Straße wurde saniert. Die nach dem Hochwasser aufgetretenen Undichtigkeiten wurden durch eine neue Dichtschicht behoben. Die Bauarbeiten begannen im Oktober 2025, erste Vorarbeiten hatten jedoch bereits im September stattgefunden. Bereits im Dezember konnte die Funktionsfähigkeit des Bauwerks gemeldet werden. Im Frühjahr 2026 wurden die letzten Arbeiten abgeschlossen. Dabei wurden Ablauf- und Trennungsbauwerke saniert, die Dammauffahrt asphaltiert, eine Wegabgrenzung aus Lärchenrundholz errichtet und die beanspruchten Flächen rekultiviert. Im Juni folgte die ökologische Wiederherstellung: Es wurden rund 500 standorttypische Gehölze nachgepflanzt.
Bund, Land und Stadt finanzieren gemeinsam
Das genehmigte Projektvolumen beläuft sich auf rund 1,098 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt zu gleichen Teilen durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt. Aufgrund der effizienten Umsetzung werden voraussichtlich rund 900.000 Euro beansprucht.