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/ ©Fotomontage Canva/PAX Klagenfurt
Das Bild auf 5min.at zeigt die Parte von Gerlinde Horn und Kerzen.
Gerlinde Horn verstarb bereits im Juli, heute findet in Klagenfurt ein Gedenkgottesdienst für sie statt.

Kärnten trauert um eine Frau, die „gegen die Kälte gekämpft“ hat

Sie setzte sich für Obdachlose, Häftlinge, Jugendliche und Menschen in Not ein: Die gebürtige Klagenfurterin Gerlinde Horn ist im Alter von 84 Jahren verstorben. In Kärnten herrscht große Trauer.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(277 Wörter)
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Die Gründerin des Wiener Sozialprojekts „Häferl“ und langjährige Gefängnisseelsorgerin Gerlinde Horn starb am 24. Juli 2026 im 85. Lebensjahr. Am heutigen Dienstag, 18. August, findet ihr Begräbnis auf dem Evangelischen Friedhof Wien-Simmering statt. Doch auch in ihrer Heimat Kärnten wird der Verstorbenen gedacht: Für Freitag, 21. August, ist um 18 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Johanneskirche in Klagenfurt geplant.

Ihr Leben galt Menschen in Not

Horn wurde 1941 in Klagenfurt geboren. Bereits mit 19 Jahren trat sie nach ihrem Schulabschluss in eine evangelische Schwesternschaft ein. Damit begann ein jahrzehntelanges Engagement für Menschen, die Unterstützung brauchten. Unter anderem arbeitete sie als Gefängnisseelsorgerin und setzte sich für Obdachlose und Jugendliche ein. Zu ihren sozialen Projekten gehörte auch das „Häferl“ in Wien. Die Einrichtung entstand ursprünglich als Anlaufstelle für Haftentlassene und Freigänger und versorgt Menschen in Notlagen mit warmen Mahlzeiten. Horn engagierte sich zudem in Entwicklungsprojekten in Afrika und veröffentlichte mehrere Bücher.

Sie hat „gegen die Kälte“ gekämpft

2012 zeichnete das Land Kärnten Horn für ihr Engagement mit dem Kärntner Menschenrechtspreis aus. Bei der damaligen Verleihung beschrieb die frühere Superintendentialkuratorin Helga Duffek ihren Einsatz mit den Worten, Horn habe „gegen die Kälte“ gekämpft. Landeshauptmann Daniel Fellner würdigte nun das Lebenswerk der gebürtigen Klagenfurterin und sprach ihrer Familie und ihren Angehörigen im Namen des Landes sein Beileid aus. „Gerlinde Horn hat sich ganz außergewöhnlich sozial und kirchlich engagiert, hat sich immer für Notleidende und Menschen, die es im Leben schwer haben, eingesetzt“, so Fellner.

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