Skip to content
/ ©Fotomontage Canva/5 Minuten
Das Bild auf 5min.at zeigt eine Protestgruppensilhouette an der Uni Klagenfurt.
Am Donnerstag soll in Klagenfurt eine rechtsextreme Gruppe eine Kundgebung abhalten.

Rechte Gruppe plant Kundgebung in Klagenfurt: Polizei ist informiert

Ein Flugblatt und viele offene Fragen: Für Donnerstagabend ruft die rechte „Aktion 451“ in Klagenfurt zu einem Treffen auf. Die Polizei ist informiert.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(351 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Ein Treffen einer rechten Gruppierung sorgt derzeit in Klagenfurt für Aufmerksamkeit. Für Donnerstagabend ruft die „Aktion 451“ zu einer Zusammenkunft in der Landeshauptstadt auf. Laut Verfassungsschutzbericht handelt es sich bei der Gruppierung um eine Tarnorganisation der rechtsextremen Identitären, die vor allem im studentischen Umfeld aktiv ist.

Flugblätter kündigen Treffen an

Aufgetaucht ist die Ankündigung auf Flugblättern, die Medienberichten zufolge in Klagenfurt verteilt wurden – unter anderem in einer Wohnanlage. Darauf wird für Donnerstag um 20 Uhr zu einem Treffen aufgerufen. Die Polizei weiß über die Kundgebung Bescheid. Wo diese stattfinden soll, bleibt allerdings im Dunkeln. Auch wie viele Personen kommen könnten, ist nicht bekannt, da die Veranstaltung nicht offiziell angemeldet wurde. Eine konkrete Gefährdungslage sieht man derzeit zwar nicht, ignoriert wird die Ankündigung aber keineswegs. Die Polizisten im Außendienst wurden entsprechend informiert und sollen ein Auge auf mögliche Aktivitäten der Gruppierung haben.

Keine Unbekannten in Klagenfurt

Denn „Aktion 451“ ist in Kärnten bereits in der Vergangenheit in Erscheinung getreten. So wurde die Universität Klagenfurt in den letzten Monaten zum Schauplatz mehrerer Aktionen. Einerseits wurden dort Flyer verteilt, im Mai gelangten Mitglieder außerdem auf das Dach eines Universitätsgebäudes und brachten dort den Schriftzug ihrer Gruppierung an. Die Universität verständigte daraufhin die Polizei.

Uni und Staatsschutz reagieren

In Klagenfurt hat das Auftreten der Gruppierung inzwischen Konsequenzen. Universität, Landespolizeidirektion und das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung stehen in Kontakt und haben Maßnahmen für mehr Sicherheit am Campus vereinbart. Auch die ÖH hat die Studierenden bereits vor einigen Wochen dazu aufgerufen, aufmerksam zu sein. In den sozialen Medien appellierte sie:

Solltet ihr Flyer oder andere Materialien der Gruppierung „Aktion 451“ am Campus finden, entfernt diese nicht selbst, sondern meldet sie und den Fundort bitte umgehend an die GT-Hotline der Universität (gt-hotline@aau.at). Die Materialien werden an die zuständigen Sicherheitsbehörden weitergeleitet. Solltet ihr verdächtige Aktivitäten beobachten oder eine akute Gefährdung wahrnehmen, verständigt bitte unverzüglich die Polizei über den Notruf 133.“

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes