Barrierefreie Mobilität: Neue Initiative für den Klagenfurter Busverkehr
Die KMG Klagenfurt Mobil GmbH, die Stadt Klagenfurt und der Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten (BSVK) stärken gemeinsam die Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr.
Ein zentrales Ergebnis ist der neue, kostenlose Folder „Barrierefreie Mobilität“, der Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen bietet. „Ein öffentlicher Verkehr, der für alle Menschen zugänglich ist, ist ein wichtiger Bestandteil einer lebenswerten und modernen Stadt. Barrierefreiheit bedeutet für uns, Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag zu ermöglichen. Mein Ziel ist es, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in Klagenfurt für alle Fahrgäste sicher, komfortabel und möglichst selbstständig nutzbar sein sollen“, betont Bürgermeister Christian Scheider.
Fahrpersonal ist geschult
Stadträtin Sandra Wassermann unterstreicht: „Barrierefreiheit soll von Anfang mitgedacht werden, ob bei der Modernisierung unserer Straßen, beim Ausbau von Radwegen oder bei den Bussen. Unser Ziel in der Stadtpolitik ist ein inklusives Verkehrssystem, das Blinden und sehbehinderten Menschen eine sichere, selbstbestimmte und autonome Fortbewegung im Alltag ermöglicht.“ Der Folder informiert über Niederflurbusse mit Absenkfunktion, Klapprampen, taktile Leitsysteme, Brailleschrift an Haltewunschtastern, verlängerte Türöffnungszeiten sowie Begleitregelungen und die Mitnahme von Assistenzhunden. Ergänzend schult der BSVK das KMG-Fahrpersonal für den Umgang mit beeinträchtigten Fahrgästen im Alltag.
Ziel ist die komfortable Nutzung
KMG-Geschäftsführer Hansjörg Schusser erklärt dazu: „Barrierefreiheit ist für uns ein wesentlicher Bestandteil eines modernen öffentlichen Verkehrs. Der regelmäßige Austausch mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Kärnten hilft uns dabei, mögliche Barrieren Schritt für Schritt abzubauen. Unser Ziel ist es, allen Fahrgästen eine möglichst selbstständige, sichere und komfortable Nutzung der KMG-Busse zu ermöglichen.“ Auch BSVK-Präsident Heinz E. Pfeifer ergänzt abschließend: „Selbstbestimmte Mobilität beginnt lange bevor jemand in einen Bus einsteigt – sie beginnt bei verständlichen Informationen und bei Menschen, die wissen, worauf es im Umgang mit beeinträchtigten Fahrgästen ankommt. Mit dem neuen Folder und den Schulungen leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag, Barrieren abzubauen und den öffentlichen Verkehr in Klagenfurt für alle Menschen noch zugänglicher zu machen.“