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/ ©pexels.com/Sarah Chai
Symbolfoto
Symbolfoto von 5min.at: Frau schmeißt Gemüseabfällein eine Papiertüte.
In der geplanten Biogasanlage soll Biomüll in Methan verwandelt werden.

Aus Abfall wird Energie: Klagenfurt plant neue Biogasanlage

Südlich der Kläranlage in Klagenfurt ist die Errichtung einer Biogasanlage geplant. Das Investitionsvolumen des Projekts beträgt 20 Millionen Euro. Der Baustart wird voraussichtlich Ende 2028 erfolgen.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(411 Wörter)
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Südlich der Klagenfurter Kläranlage soll eine neue Biogasanlage entstehen: Die Gemeinschaftsgesellschaft der Kärntner Entsorgungsvermittlungs GmbH (KEV) und der Energie Klagenfurt – einer Tochter der Stadtwerke – plant dort die jährliche Verwertung von bis zu 25.000 Tonnen regionaler Biomüll-Reststoffe. Aus diesem Abfall sollen künftig Biomethan sowie hochwertiger Kompost gewonnen werden. Für das 20-Millionen-Euro-Projekt läuft aktuell die behördliche Vorprüfung. Verläuft diese nach Plan, ist der Baubeginn für Ende 2028 angesetzt. „Die Kooperation der Abfallwirtschaftsverbände mit den Stadtwerken zeigt, wie aus kommunaler Zusammenarbeit eine tragfähige Lösung für das ganze Land entstehen kann“, betont Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ).

Aus Biomüll wird Methan

Die Abfallwirtschaftsverbände liefern die organischen Reststoffe an, die anschließend unter kontrollierten Bedingungen vergoren werden. Das daraus gewonnene Biogas wird zu Biomethan aufbereitet und in das Klagenfurter Netz geleitet. Das verringert die Nutzung von fossilem Erdgas und stärkt die nachhaltige Energieversorgung in Kärnten. „Wir betrachten regionale Reststoffe nicht als Abfall, sondern als wertvolle Ressource. Mit der geplanten Biogasanlage produzieren wir nachhaltige Energie für Kärnten“, erläutert Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole und Günther Albel, Geschäftsführer Kärntner Entsorgungsvermittlungs GMBH, ergänzt: „Mit diesem Projekt schaffen wir die Voraussetzung, die Stoffe auch in Zukunft regional, klimafreundlich und ressourcenschonend zu nutzen. Die Anlage sichert damit nicht nur eine moderne Abfallverwertung, sondern auch die Erzeugung erneuerbarer Energie aus Kärntner Ressourcen. Es ist eine Investition in unsere Zukunft.“

Geruchs- und lärmarmer Betrieb

„Die Ent- und Versorgungssicherheit für Klagenfurt wird mit diesem Projekt weiter ausgebaut. Die geplante Biogasanlage ist daher absolut begrüßenswert und ein wichtiger Schritt für unsere Stadt“, betont auch Bürgermeister Christian Scheider (FSP) und die zuständige Entsorgungsreferentin Stadträtin Sandra Wassermann (FPÖ) erklärt: „Durch die direkte Nachbarschaft zur Kläranlage nutzen wir bestehende Infrastrukturen optimal aus und verbinden Abfall- und Abwasserwirtschaft zu einem effizienten Energiesystem. […] Gleichzeitig hat der Schutz der Bevölkerung höchste Priorität: Dank modernster Biofilter und komplett geschlossener Hallen wird ein geruchs- und lärmarmer Betrieb möglich sein.“ Die Reststoffe werden zu Biokompost weiterverarbeitet. Erwartet wird eine jährliche Kompostmenge von rund 10.000 Tonnen. Damit werden die wertvollen Nährstoffe wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt. Außerdem entstehen neue Arbeitsplätze. Mit der geplanten Inbetriebnahme Anfang 2030 könnte in Klagenfurt ein weiterer leistungsfähiger Baustein für die regionale Energiewende entstehen.

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