Wie sieht die Zukunft des Holzbaus aus? Experten diskutierten in Klagenfurt
Vom Wohnhaus in Wien bis zum Flughafen auf den Philippinen: Was mit Holz heute schon möglich ist, zeigte sich bei einer Tagung in Klagenfurt. Rund 130 Experten tüftelten dort am Holzbau von morgen.
Wie kann künftig mehr und zugleich nachhaltiger mit Holz gebaut werden? Darüber haben rund 130 Fachleute aus Österreich, Slowenien und Italien bei der Internationalen Holzmesse in Klagenfurt diskutiert. Die erste Alpen-Adria-Holzbaufachtagung „HOLISTIC WOOD“ brachte dafür Experten aus Architektur, Forschung, Planung und Industrie zusammen. Initiiert wurde die Tagung von der CU Carinthia University of Applied Sciences aus Villach gemeinsam mit der
Forschungsgruppe Innovative, Circular Wood (ICWO) und dem Timber Innovation Network Alpe Adria (TINAA).
Vielschichtige Diskussionen rund um Holz
Bei der Tagung am 3. September ging es jedoch nicht nur um den Baustoff selbst. Diskutiert wurden unter anderem mehrgeschossige Holzbauten, industrielle Fertigung, neue Verbindungstechniken und die Frage, wie Bauteile später wiederverwendet werden können. Auch Finanzierung und Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes spielten eine Rolle.
Kärnten als Teil einer starken Holzregion
Dass die Tagung gerade in Kärnten stattfand, kommt nicht von ungefähr. Laut den Veranstaltern entfallen 43 Prozent der österreichischen Wertschöpfung im Forst- und Holznetzwerk auf Kärnten und die Steiermark. Bei konkreten Projekten wurde gezeigt, wo Holzbau bereits heute eingesetzt wird. Die Beispiele reichten von mehrgeschossigem Wohnbau in Wien über Projekte in Slowenien bis zum Pyramidenkogel in Kärnten und dem Clark International Airport auf den Philippinen.
Weitere Zusammenarbeit geplant
Hinter „HOLISTIC WOOD“ stehen die CU Hochschule Kärnten, ihre Forschungsgruppe Innovative, Circular Wood und das Timber Innovation Network Alpe Adria. Die Premiere soll kein einmaliges Treffen bleiben: Forschung, Hochschulen und Unternehmen aus dem Alpen-Adria-Raum sollen künftig enger zusammenarbeiten. Die Premiere in Klagenfurt bildete dafür einen ersten gemeinsamen Treffpunkt für den fachlichen und grenzüberschreitenden Austausch.