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Julian Geier geht als ÖVP-Spitzenkandidat in die Klagenfurter Gemeinderatswahl 2027.

Wahl 2027: Julian Geier will Klagenfurter Bürgermeister werden

Der städtische ÖVP-Vorstand hat Julian Geier einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten für die Gemeinderatswahl 2027 nominiert. Doch was sind genau seine Pläne für Klagenfurt?

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
3 Minuten Lesezeit(561 Wörter)
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171 Tage vor der Gemeinderatswahl 2027 stellt die Klagenfurter Volkspartei die Weichen für die Zukunft: In der heutigen Pressekonferenz gab die Partei bekannt, dass der Klagenfurter Stadtrat Julian Geier (ÖVP) vom Stadtparteivorstand einstimmig als Spitzen- und Bürgermeisterkandidat nominiert wurde. Unterstützung erhält er dabei auch von Kärntens ÖVP-Landesparteiobmann-Stellvertreter Martin Gruber, der betont: „Julian Geier ist der richtige Kandidat, um Klagenfurt wieder stark zu machen.“ Die Motivation für das Antreten bringt Geier klar auf den Punkt. „Die Leute haben heute vor allem eines: eine Stadt mit Budgetchaos, politischen Streitereien und Stillstand“, übt Geier in der heutigen Pressekonferenz Kritik an der aktuellen Stadtregierung. „Mein Ziel ist es vor allem, dass Klagenfurt wieder eine Stadt ist, auf die die Bürgerinnen und Bürger sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stolz sein können.“

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Martin Gruber stärkt ÖVP-Spitzenkandidat Julian Geier den Rücken für die Klagenfurter Stadtpolitik.

„Fehlende Verlässlichkeit beenden“

Im exklusiven Interview mit 5 Minuten blickt der Kärntner Politiker gewohnt offen auf die Geschehnisse der vergangenen Jahre im Rathaus zurück: „Ich glaube das Bild, was die Klagenfurter Stadtpolitik in den letzten Jahren abgegeben hat, war eher peinlich“, stellt Geier gegenüber 5 Minuten klar. „Was ist mein Ziel und wie möchte ich diese Stadt drehen und führen? Verlässlich. Ich glaube, das ist etwas ganz Wichtiges: nichts anzukündigen, was nicht umgesetzt werden kann.“ Auf die Frage nach seinem Alter entgegnet Geier optimistisch, dass entscheidend sei, mit viel Kraft und Energie anzutreten. Man müsse den Leistungsträgern, den Unternehmen und allen Generationen in der Landeshauptstadt wieder Planbarkeit bieten.

260 Pensionierungen als Chance

Doch wie sieht es mit dem städtischen Budgets aus? Julian Geier präsentiert gegenüber 5 Minuten einen konkreten Plan im Personalbereich: Bis zum Jahr 2031 werden in der Klagenfurter Stadtverwaltung rund 260 Mitarbeiter in Pension gehen. Wenn ein Großteil dieser Stellen nicht nachbesetzt wird, könne das Budget gerettet werden, ohne jemanden kündigen zu müssen. Gleichzeitig gelte es, die Verwaltung massiv zu optimieren und zu digitalisieren. Ein zentrales Versprechen gibt der ÖVP-Kandidat im Interview auch den lokalen Betrieben und Unternehmern: „Mein Anspruch ist es, dass wir uns selbst auferlegen, dass Verfahren um die Hälfte reduziert werden. Ich möchte, dass Klagenfurt irgendwann die Stadt mit der schnellsten Verfahrensabwicklung in ganz Österreich ist“, kündigt Geier an.

Bahnhofstraße neu denken

Konkrete Pläne legte der frisch gekürte Bürgermeisterkandidat zusammen mit Landesrat Martin Gruber auch für die Neugestaltung der Bahnhofstraße vor. Durch die Koralmbahn müsse diese Achse vom Hauptbahnhof bis zum Alten Platz mit Begrünung, Außengastronomie und urbanem Wohnraum modern aufgewertet werden. Das Land prüft dazu aktuell die Übernahme der Straße als Landesstraße. Straßen müssten so saniert werden, dass Autos keine Stoßdämpferschäden erleiden, Schulen saniert und Plätze barrierefrei gemacht werden. Zudem müsse leistbares Eigentum geschaffen werden, so Geier in der Pressekonferenz.

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Gruber und Geier wollen die Klagenfurter Bahnhofstraße mithilfe des Landes neu gestalten.

„Im Herzen immer ein ÖVPler“

Dass die Stadtpartei künftig auf das klassische ÖVP-Schwarz verzichten möchte, erklärt Geier im 5 Minuten-Talk pragmatisch: Im Herzen bleibe er immer ÖVPler, Klagenfurt brauche aber keine parteipolitischen Taktierereien mehr, sondern eine breite „Klagenfurt-Partei“, die auch Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Sport und Kultur abseits des klassischen ÖVP-Umfelds einbindet. Für die bevorstehende Wahl schließt Geier im Gespräch niemanden grundsätzlich aus – wichtig sei ihm jedoch eine handlungsfähige Stadtführung mit klarer Entscheidungskraft.

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