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Bild auf 5min.at zeigt ein Werbefoto von MFG
Das Gesundheitsamt Klagenfurt vergibt derzeit keine neuen Impftermine. Die Stadt nennt Ärztemangel als Grund.

Impfstopp in Klagenfurt: Warum es derzeit keine neuen Termine gibt

Wer sich derzeit im Klagenfurter Gesundheitsamt impfen lassen möchte, bekommt keinen neuen Termin. Die Stadt bestätigt den Engpass offiziell.

von Carolina Jakubovic
2 Minuten Lesezeit(445 Wörter)
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Mit dem Herbst rückt auch die nächste Grippezeit näher. Wer dafür einen Impftermin beim Gesundheitsamt der Stadt Klagenfurt vereinbaren möchte, steht derzeit allerdings vor verschlossenen Terminkalendern. Auf ihrer Website informiert die Stadt offiziell, dass aktuell keine neuen Impftermine vergeben werden können. Als Grund wird der Ärztemangel genannt. Wer dringend eine Impfung benötigt, soll sich laut Stadt an den Hausarzt oder einen anderen niedergelassenen Arzt wenden. Eine Ausnahme gibt es bei Gelbfieberimpfungen, für die weiterhin Termine vereinbart werden können.

Am Bild sieht man die Startseite der Impfseite von Klagenfurt.
©Screenshot/klagenfurt.at
Wegen Ärztemangels und zusätzlicher Personalausfälle ist das Impfangebot im Klagenfurter Gesundheitsamt derzeit stark eingeschränkt.

Personalausfälle verschärfen Situation

Wie ORF Kärnten berichtet, kommen zum grundsätzlich knappen Personalstand derzeit mehrere Ausfälle hinzu. Gesundheitsreferent Stadtrat Franz Petritz (SPÖ) erklärte gegenüber dem ORF, dass neben der Urlaubszeit eine Kollegin frühzeitig in Mutterschutz gegangen sei. Eine weitere Amtsärztin, die im Sommer gearbeitet hatte, habe eine länger geplante Kur angetreten. Wie angespannt die Situation ist, zeigt laut ORF auch ein weiteres Detail: Die Leiterin der Klagenfurter Gesundheitsabteilung musste demnach am Montag selbst eine Totenbeschau übernehmen. „Wenn wir schon vom Personal sehr eng besetzt sind, dann führt jeder weitere Ausfall dazu, dass man den Bedarf nicht mehr abdecken kann“, erklärte Petritz gegenüber ORF Kärnten.

Stadt verzichtet vorerst auf zusätzliche Honorarkräfte

Eine kurzfristige Unterstützung durch Ärzte aus dem niedergelassenen Bereich ist derzeit offenbar nur eingeschränkt vorgesehen. Gegenüber ORF Kärnten verwies Petritz dabei auch auf die angespannte finanzielle Situation der Stadt. Honorarkräfte sollen demnach zwar zur Abdeckung von Spitzen eingesetzt werden, der Fokus liege derzeit aber darauf, die offene Stelle im Gesundheitsamt wieder dauerhaft zu besetzen.

Neue Amtsärztin oder neuer Amtsarzt gesucht

Für die ausgeschriebene Stelle können sich Medizinerinnen und Mediziner laut ORF noch bis 9. Oktober bewerben. Gelingt die Nachbesetzung, sollen ab November wieder mehr Impftermine zur Verfügung stehen. Wer nicht so lange warten kann oder möchte, muss auf den niedergelassenen Bereich ausweichen. Je nach Impfung kann es dabei notwendig sein, den Impfstoff zuvor selbst in einer Apotheke zu besorgen.

In anderen Bezirken läuft Impfbetrieb weiter

Nach einem Rundruf von ORF Kärnten betrifft der Engpass nicht sämtliche Gesundheitsämter im Bundesland. In den anderen Kärntner Bezirken würden Impftermine und Impftage derzeit wie gewohnt angeboten. Damit ist beim zentralen Punkt die Quellenlage klar getrennt: Dass aktuell keine neuen Impftermine vergeben werden und Ärztemangel der Grund dafür ist, bestätigt die Stadt Klagenfurt selbst. Die näheren Hintergründe zu den personellen Ausfällen, der Stellensuche und der Situation in den anderen Bezirken stammen aus der Recherche von ORF Kärnten.

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