Leguan aus Repitlienzoo ausgebüxt: „In 50 Jahren noch nie passiert“
Ein grüner Exot rief am Samstag die Berufsfeuerwehr Klagenfurt auf den Plan. Die Echse galt seit fast einem Monat als verschwunden.
Ein grüner Leguan sonnte sich am Samstag im Bereich des Lendkanals in Klagenfurt. „Ein Passant alarmierte die Feuerwehr, als er die Echse bemerkte“, so ein Floriani der Berufsfeuerwehr Klagenfurt. Er rückte gemeinsam mit einem Kollegen zum Einsatz aus. Mit einem Kescher wurde das Reptil eingefangen und zum nahen Repitlienzoo Happ gebracht. Dort konnte man nur schmunzeln, denn: „Offenbar ist Rudi bereits vor einigen Wochen ausgebüxt“, so der Kamerad.
Happ: „Er hatte Ausgang“
„Junge Leguane sind besonders flink und gelenkig“, erklärt Helga Happ, langjährige Leiterin des Reptilienzoos, auf Nachfrage von 5 Minuten. Sie vermutet, dass einer der Äste im Gehege wohl nicht weit genug zurück gestutzt gewesen ist. „Da hat er seine Chance gewittert. Wenig später haben wir ihn schon gegenüber im Minimundus sitzen sehen. In 50 Jahren ist uns das noch nicht passiert“, lacht die Expertin, die betont das Rudi vollkommen ungefährlich ist. „Zu den Fütterungszeiten kam er meist zurück und hat sich ein paar Insekten abgeholt“, so Happ weiter. Geplant war den Leguan einzufangen, wenn es kälter wird. „Dann sitzen sie meist starr in den Bäumen und man kann sie wie eine Pflaume abpflücken.“ Inzwischen befindet sich Rudi in einem Terrarium. Einen weiteren Ausflug wird er so schnell also nicht unternehmen.